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Newsbeitrag

Goldfasan Foto: Jan Klösters

Goldfasane und Amurdrosseln neu im Tierpark Chemnitz

In die große Voliere am Eiszeitspielplatz sind zwei neue Vogelarten eingezogen: seit Anfang März ein Pärchen Goldfasane und seit Mitte Januar ein Amurdrossel-Pärchen.

Der Goldfasan hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Zentralchina, vornehmlich in bewaldeten Gebirgsregionen. Dort findet man die Art zur Brutzeit paarweise lebend, außerhalb dieser Zeit können sich auch mehrere Vögel zu kleineren Trupps zusammenfinden. Wie bei den meisten Fasanenarten typisch besteht ein deutlicher Geschlechtsunterschied. Während die Henne überwiegend schlicht braun gefärbt ist, fällt der Hahn durch sein leuchtend buntes Gefieder auf. Die Jungtiere tragen anfangs zur Tarnung das schlichte Federkleid der Mutter, färben sich aber mit ungefähr einem Jahr geschlechtstypisch um.
Das Gelege besteht aus 6 bis 16 Eiern, die von der Henne ca. 24 Tage bebrütet werden. Die Küken werden von der Henne geführt und gefüttert und verstecken sich am Anfang zum Schutz unter den Flügeln der Mutter. Nach 12 bis 14 Tagen können die Jungvögel gemeinsam mit der Henne auf Bäumen übernachten.
Aufgrund seiner Farbenpracht und der damit verbundenen Beliebtheit in der Privathaltung ist die Art mittlerweile in England und Schottland eingebürgert. Dort leben schätzungsweise zwischen 1000 und 2000 Tiere.

Die Amurdrossel wird aufgrund ihrer Gefiederfärbung auch Graurückendrossel genannt. Die Geschlechter unterscheiden sich dabei nur wenig voneinander.
Während der Brutzeit zwischen Mai und Mitte August bebrütet die Henne drei bis fünf Eier. In dieser Zeit sind vor allem die Männchen sehr territorial und verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen. Nach zwölf Tagen verlassen die Jungtiere das Nest, obwohl sie noch nicht voll flugfähig sind. Außerhalb der Brutzeit kann man die Art auch in Schwärmen beobachten, allerdings nur, solange es genug Nahrung gibt. Auf ihrem Speiseplan stehen u. a. Früchte, Insekten und Schnecken.
Amurdrosseln sind Zugvögel. Ihre Brutgebiete liegen in Russland, China, Nord-Korea und der Mongolei. Im Winter ziehen sie in wärmere Gebiete weiter südlich, z. B. nach Vietnam. Aufgrund ihres Verbreitungsgebietes gilt die Art als sehr robust.
Mit der Amurdossel hat der Tierpark Chemnitz eine weitere Rarität zu seinem Bestand hinzugefügt. Die Art wird europaweit nur in sieben zoologischen Einrichtungen gehalten.

Der Vogelbestand zählt neben dem Vivarium zu den Besonderheiten im Tierpark Chemnitz. Vor allem in der Fasanerie und im Tropenhaus sind die meisten der mehr als 70 verschiedenen Vogel-Arten zu sehen.
 

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