Schlankboas sind ovovivipar, das heißt lebendgebärend. Die Jungtiere entwickeln sich im Körper der Mutter bereits so weit, dass sie nicht ausgebrütet werden müssen. Während der Tragzeit, die etwa fünf bis sieben Monate dauert, ernähren sich die Embryonen über den im Ei enthaltenen Dotter – unabhängig vom mütterlichen Organismus. Pro Wurf kommen in der Regel zwei bis sechs Jungtiere zur Welt.
Die Kuba-Schlankboa ist die größte aller Schlankboas. Sie erreicht gewöhnlich eine Länge von 2,50 bis 3,60 Metern, in Ausnahmefällen sogar bis zu 4,50 Meter. Weibchen werden deutlich größer als Männchen. In ihrem natürlichen Lebensraum – Kuba sowie den vorgelagerten Inseln und Inselgruppen – bewohnen sie unterschiedliche Lebensräume und jagen sowohl am Boden als auch in Bäumen und Sträuchern.
Der aktuelle Nachwuchs stellt eine besondere zoologische Rarität dar. Um den Jungtieren optimale Entwicklungsbedingungen und größtmögliche Ruhe zu gewährleisten, werden sie derzeit hinter den Kulissen betreut und sind für Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen.
Die Elterntiere hingegen können im Tropenhaus des Tierparks bewundert werden und geben den Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die faszinierende Welt dieser imposanten Schlangenart.
Der Tierpark beteiligt sich an dem Erhaltungszuchtprogramm für diese Art und leistet mit dem aktuellen Nachwuchs einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und zum besseren Verständnis der Kuba-Schlankboa.




