Informationen
schließen

Newsbeitrag

Chinesischer Riesensalamander (C) Fabian Olbrich

Chinesischer Riesensalamander (C) Fabian Olbrich

Chinesischer Riesensalamander verstorben

Der Chinesische Riesensalamander ist im Alter von 31 Jahren unerwartet verstorben.

Untersuchungen durch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ergaben, dass eine Darmembolie die Todesursache war. Aufgrund des Krankheitsbildes und der damit verbundenen Prognose bestand keine realistische Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung.

Auch wenn der Verlust für den Tierpark und unsere Besucherinnen und Besucher sehr bedauerlich ist, war das Tier bis zu seinem plötzlichen Tod in einer sehr guten körperlichen Verfassung. Sein hohes Alter und der über viele Jahre stabile Gesundheitszustand zeugen von der fachgerechten Haltung und kontinuierlichen Betreuung im Tierpark Chemnitz.

Die wissenschaftliche Untersuchung durch das Leibniz-IZW bietet darüber hinaus die Möglichkeit, wertvolle Erkenntnisse über die Gesundheit und mögliche Erkrankungen dieser seltenen und bedrohten Amphibienart zu gewinnen. Solche Erkenntnisse können langfristig dazu beitragen, die Haltung und tiermedizinische Versorgung von Riesensalamandern weiterzuentwickeln.

Besonders erfreulich ist, dass beim männlichen Tier durch das Leibniz-IZW noch Sperma gewonnen und gesichert werden konnte. Dieses genetische Material kann für zukünftige Zuchtbemühungen von Bedeutung sein und möglicherweise einen Beitrag zum Erhalt dieser stark bedrohten Art leisten. Die Sicherung von genetischem Material ist insbesondere bei seltenen Tierarten ein wichtiger Bestandteil moderner Zucht- und Artenschutzprogramme.

Der Chinesische Riesensalamander (Andrias davidianus) ist die zweitgrößte Amphibienart der Welt und in seinem natürlichen Lebensraum massiv bedroht. Die Bestände in China sind in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem durch die intensive Nutzung der Tiere für den menschlichen Verzehr stark zurückgegangen. Der Erhalt der Art stellt daher auch zoologische Einrichtungen vor besondere Herausforderungen.

Mit dem Tod unseres letzten Tieres endet die Haltung des Chinesischen Riesensalamanders im Tierpark Chemnitz zunächst. Die Haltung dieser besonderen Art liegt uns weiterhin am Herzen. Deshalb werden wir prüfen, unter welchen Voraussetzungen künftig wieder ein Riesensalamander im Tierpark Chemnitz gehalten werden könnte. Bis dahin bleibt uns die Erinnerung an ein außergewöhnliches Tier, das über drei Jahrzehnte Teil unseres Tierparks war.

Weitere Neuigkeiten zum Tierpark

Triel mit Nachwuchs (C) Kevin Kunz

Erdmännchen und Triel mit Jungtieren

mehr erfahren
Rosaflaminogs mit ihrem Nachwuchs (C) Marlene Kropp

Bei den Rosaflamingos gibt es erneut Nachwuchs: Zehn Küken sind geschlüpft

mehr erfahren
Zweigfingerfaultier Katrin (C) Jan Klösters

Mit großer Bestürzung nehmen wir Abschied von unserem Zweifingerfaultier Katrin,…

mehr erfahren