Ein bedeutendes Artenschutzprojekt nimmt Fahrt auf: 2024 wurden Orangeaugen-Laubfrösche bei einer Zollkontrolle am Flughafen Zürich beschlagnahmt und zunächst im Zoo Zürich untergebracht. In den vergangenen Monaten gelang dort ein großer Erfolg: Die Frösche laichten erstmals erfolgreich, was den Startschuss für den Aufbau einer Reservepopulation dieser bedrohten Art gab.
In der vergangenen Woche wurden die Jungfrösche in enger Zusammenarbeit zwischen dem Zoo Zürich, dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und Citizen Conservation an ausgewählte Züchter:innen verteilt. Auch im Vivarium des Tierpark Chemnitz konnten mehrere Tiere aufgenommen werden, um den Aufbau eines stabilen Netzwerks zur Erhaltungszucht zu unterstützen.
Der Orangeaugen-Laubfrosch (Agalychnis annae) ist eine charakteristische Amphibienart Mittelamerikas. Mit seinem grünen Körper, den blauen Flanken und den orangefarbenen Augen steht er stellvertretend für die dramatischen Entwicklungen im Amphibienschutz. Bereits in den 1980er-Jahren erlitt die Art massive Bestandseinbrüche, ausgelöst durch den sogenannten Chytridpilz, der in weiten Teilen Mittelamerikas ganze Populationen vernichtete. Heute existieren nur noch wenige, stark gefährdete Restbestände.
Angesichts dieser Situation ist der Aufbau einer Reservepopulation von zentraler Bedeutung. Ziel ist es, die Art langfristig abzusichern und perspektivisch auch Maßnahmen zur Wiederansiedlung zu ermöglichen.
Weiterführende Informationen zum Projekt „Der große Frosch-Treck“ sind online verfügbar unter:
https://citizen-conservation.org/der-grosse-frosch-treck/




