Bei schönem Wetter erkundet ein kleiner Prinz-Alfred-Hirsch bereits neugierig das Außengehege und sorgt dort für besondere Beobachtungsmomente. Die auf den Philippinen endemische Art ist nach dem Duke Alfred of Edinburgh, dem Sohn der britischen Königin Victoria, benannt. Sie gehört nicht nur zu den kleinsten, sondern leider auch zu den am stärksten bedrohten Hirscharten weltweit. Vor allem durch den Verlust von Lebensraum nehmen die Bestände in der Natur weiter ab. Seit 2016 wird die Art deshalb auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN als stark gefährdet eingestuft. Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten solcher bedrohten Tierarten. Im Tierpark Chemnitz konnte bei dieser selten gehaltenen Art bereits mehrfach Nachwuchs verzeichnet werden.
Auch bei den Bennett-Kängurus gibt es Nachwuchs: Hin und wieder lässt sich ein Jungtier vorsichtig aus dem schützenden Beutel der Mutter blicken. Bei der Geburt sind Känguru-Babys nicht größer als eine 2-Euro-Münze. Wie bei allen Beuteltieren kommen auch die Bennettkänguru-Jungtiere nach einer kurzen Tragzeit von etwa 30 Tagen relativ unterentwickelt zur Welt. Sie sind nackt, taub und blind und können sich zunächst nur mithilfe ihrer Arme am Fell der Mutter festhalten. Trotzdem finden sie erstaunlich schnell und eigenständig den Weg in den Beutel. Dort saugen sie sich an einer Zitze fest und werden so mit Muttermilch versorgt. Üblicherweise wird nur ein einzelnes Jungtier geboren, Zwillinge sind selten. Mittlerweile können Besucherinnen und Besucher das Jungtier im Tierpark schon relativ regelmäßig aus dem Beutel ihrer Mütter schauen sehen.
Im Tropenhaus sind ebenfalls neue Bewohner zu entdecken. Dort kann eine junge Hopftaube beobachtet werden, außerdem schwimmen zahlreiche junge Augenfleck-Buntbarsche durch das Aquarium.




