Aktuelle Meldungen aus diesem Jahr


23.04.2021 – Tierpark und Wildgatter dürfen auch mit "Notbremse" geöffnet bleiben!

Ab 24.04. treten - bei einer lokalen Inzidenz über 100 - bundesweit einheitliche Regeln in Kraft. Verankert sind sie im Infektionsschutzgesetz und gelten zunächst bis Ende Juni. Danach dürfen die Außenanlagen des Tierparks und das Wildgatter weiter geöffnet sein. Die Bedingungen und Regeln für Anmeldung und Besuch bleiben unverändert.

Anmeldung

Jeder Besucher (Kinder ab 1 Jahr) muss sich vorher online anmelden und dabei auch seine Kontaktdaten hinterlegen. Auf der Hompage (siehe Leiste rechts) gibt es zwei Links, die zu einer Anmeldeplattform für Tierpark und Wildgatter führen. Dort muss pro Person ein Termin gebucht werden und diese Anmeldung muss auf dem mobilen Endgerät gespeichert oder ausgedruckt und am Tierparkeingang vorgezeigt werden. Ohne den Nachweis der Anmeldung durch den Besucher erfolgt kein Einlass. Dies gilt auch für Jahreskarteninhaber. Bezahlt wird nach wie vor an den Kassen, nicht beim Anmelden im Internet. Voranmeldungen per E-Mail werden nicht angenommen.

Negativtest

Die Besucher (Kinder ab 6 Jahren) müssen an der Kasse den Nachweis (nicht den Test selbst!) über einen tagesaktuellen (nicht älter als 24 Stunden) negativen Corona-Schnelltest oder Selbsttest mit qualifizierter Selbstauskunft (verfügbar auf der Seite des Freistaates https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html) vorlegen. Beachten Sie bitte, dass Tests vor Ort nicht möglich sind.

Maskenpflicht

Im Kassenhaus des Tierparks sowie auf den Toiletten ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz bzw. eine FFP-2-Maske zu tragen. Im gesamten Gelände des Tierparks muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, es empfiehlt sich auch hier das Tragen einer medizinischen bzw. FFP-2-Maske. Im Wildgatter muss im Eingangs- sowie Sanitärbereich medizinischer MNS bzw. FF2-Maske getragen werden. Diese Regeln gelten auch für Kinder ab 6 Jahren.

Zugangs- und Besuchsregeln

COVID-positive Personen sowie Personen, die innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer COVID-positiven Person hatten sowie Personen, die Krankheitssymptome haben, die auf COVID-19 hinweisen, haben keinen Zutritt zu Tierpark und Wildgatter.

Pro Stunde (Eintrittsfenster) können 80 Personen in jede der beiden Einrichtungen eingelassen werden (das heißt nicht, dass die Aufenthaltsdauer nur eine Stunde beträgt). Aufgrund der unsicheren Lage sind derzeit nur Anmeldungen 14 Tage im Voraus möglich. Müssen die Einrichtungen wieder schließen, werden die Anmeldungen während der Schließzeit automatisch hinfällig.

Der Zutritt im Tierpark erfolgt über das Kassenhaus. Es darf nur immer eine Person oder zusammengehörige epidemiologische Einheit das Kassenhaus betreten, alle anderen bitte davor warten und Abstand halten. Der Ausgang erfolgt NUR über das Drehkreuz. Es gibt einen vorgegebenen Rundgang, um Begegnungen zu minimieren. Bitte halten Sie sich daran! Nicht alle Wege können begangen werden.

Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Vermeiden Sie bitte Gruppenbildungen und wahren Sie untereinander, wenn Sie nicht im gleichen Haushalt leben, sowie auch zu den Mitarbeitern der Einrichtungen mindestens 1,50 m Abstand.

Die Tier- und Infohäuser sowie der Streichelzoo bleiben geschlossen, ebenso der Pfad durch die Südamerikaanlage. Daher sind im Tierpark nicht alle Tiere zu sehen.

Öffentliche Fütterungen und andere Aktionen finden nicht statt. Die Bollerwagen können leider derzeit nicht genutzt werden.

Die Imbissangebote sind nur zum Mitnehmen.

Beachten Sie bitte auch die Tierpark- und Wildgatterordnung und unterlassen Sie das Füttern der Tiere!

Änderungen vorbehalten.


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29.04.2021 – Nachwuchs beim Vietnam-Sika

Bei den knapp über 250 Tierarten im Tierpark Chemnitz gibt es auch die eine oder andere Seltenheit zu finden. So auch bei den Hirscharten. Mit Vietnamesischem Sikahirsch und Prinz-Alfred-Hirsch leben zwei stark vom Aussterben bedrohte Vertreter der Hirsche im Tierpark, die nicht so häufig in Zoos gezeigt werden. Und bei einer dieser Arten gab es jetzt Nachwuchs.

Am 27. März entdeckten die Tierpfleger:innen ein weibliches Jungtier auf der großen Außenanlage bei den Vietnam-Sikahirschen. Als typischer Nestflüchter schon vollständig behaart und mit voll entwickelten Sinnesorganen, ist das Kitz bereits kurz nach der Geburt in der Lage, seiner Mutter zu folgen. Die ersten Tage verbrachte es aber häufig liegend an verschiedenen Orten auf der Anlage, wo man es nur schwer entdecken konnte.

Foto: Jan Klösters

Zwar unterscheidet sich das Jugendkleid der Jungtiere beim Sikahirsch nicht ganz so stark vom Erscheinungsbild der erwachsenen Tiere wie man es z.B. vom Rot- und Rehwild her kennt. Trotzdem erfüllen die Punkte auch hier den Zweck der Tarnung. Das Kitz verschmilzt so mit der Umgebung. Mittlerweile ist es aber auch schon häufig auf der Anlage zu sehen, meistens in der Nähe seiner Mutter.

Als Art sind Sikahirsche zwar nicht gefährdet. Diese ursprünglich aus Ostasien stammender Hirschart kommt durch Ansiedlungen mittlerweile in vielen Gegenden der Welt vor - so auch in Deutschland. Allerdings sind einzelne Unterarten vom Aussterben bedroht oder in der Wildbahn bereits ausgestorben – was oft mit einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet zu tun hat. Für den Vietnam-Sikahirsch wird mitunter sogar angenommen, dass diese Unterart im Freiland wahrscheinlich nicht mehr existiert. In zoologischen Einrichtungen leben derzeit etwa 300 Tiere – und nun noch ein weiteres im Tierpark Chemnitz. Somit kann der Tierpark wieder eine erfolgreiche Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm vermelden.

Mit der Haltung von Vietnam-Sikahirschen wurde in Chemnitz erst im Jahr 2019 begonnen. Aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und aus dem Tierpark Berlin kam jeweils ein weiblicher Sika-Hirsch in den Chemnitzer Tierpark. Die beiden Männchen kamen aus dem Zoo Usti nad Labem in Tschechien. Diese Zusammenstellung von Tieren aus verschiedenen zoologischen Einrichtungen ist beispielhaft für die Arbeit einer koordinierten Erhaltungszucht.


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16.04.2021 – Weiterer Nachwuchs aus Australien

Nachdem Anfang März bei den Bennett-Kängurus dreifacher Nachwuchs aus den Beuteln lugte, gibt es seit dem 17.03. nun auch Jungtiere bei den Mitbewohnern auf der Australienanlage, den Emus. Hier haben zwei Küken das Licht der Welt erblickt. Vater Heinrich kümmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, den er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrütet hat. Das Brüten übernimmt, wie bei den meisten Laufvögeln, allein das Männchen. Während dieser Zeit nimmt der Hahn so gut wie keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich. Er steht auch nur auf, um die Eier mehrmals am Tag zu wenden.

Foto: Jan Klösters

Für Heinrich und Emuhenne Katharina ist es bereits der fünfte Nachwuchs, seitdem die beiden seit 2013 gemeinsam in Chemnitz leben. Wie bei den anderen Malen zuvor auch ist Katharina von Heinrich und den Küken getrennt. Die Jungen werden bei den Emus ausschließlich vom Hahn geführt. Während der Jungenaufzucht kann der Emuhahn mitunter sehr aggressiv werden, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen. In der Natur wandern deshalb die Weibchen nach der Ei-Ablage weiter, oft sogar in die Reviere anderen Männchen, um sich dort erneut zu verpaaren.

Vater Heinrich hat im April selbst „Schlupftag“ – er wird stolze 17 Jahre alt. In der Natur wäre das ein hohes Alter. Aufgrund der verbesserten Lebensumstände können Emus in menschlicher Obhut auch doppelt so alt werden.

Heinrich und sein Nachwuchs sind momentan auch schon auf der großen Außenanlage zu sehen. Die Küken sind gut an ihrem charakteristisch gestreiften Federkleid zu erkennen, welches sie für etwa drei Monate behalten. Da auch die jungen Kängurus jetzt immer häufiger die Beutel ihrer Mütter verlassen, gleicht die Australien-Anlage im Tierpark momentan einem kleinen Kindergarten.


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16.04.2021 – Fünffacher Nachwuchs bei europäischem Wildschaf

Auch im Wildgatter Oberrabenstein nimmt die Zahl der Jungtiere zu. Bei den Mufflons, dem einzigen Wildschaf Europas, gibt es fünffachen Nachwuchs. Die Jungtiere wurden allesamt in den letzten Wochen geboren. Dieser Zeitraum entspricht der typischen Setzzeit von Ende April bis Anfang Mai. Das Schaf trägt 21 Wochen und bekommt in der Regel ein bis zwei Lämmer. Entsprechend fällt die Brunft in den Monate November und Dezember. Im Wildgatter handelt es sich ausschließlich um Einzelkinder.

Foto: Jan Klösters

Mufflons sind eine der wenigen Arten unter den Hornträgern, wo nur die Männchen Hörner tragen. Die Weibchen sind in der Regel hornlos oder tragen nur kurze Stümpfe. Die männlichen Tiere – genannt Widder - sind gut an den gewundenen Hörner zu erkennen, welche aufgrund ihrer Krümmung „Schnecken“ genannt werden. Während der Brunft kommt es zwischen den Widdern häufig zu Kämpfen, bei denen sie mit gesenkten Köpfen aufeinanderprallen. Das dabei entstehende laute Krachen ist über weite Entfernung hörbar.

Ursprünglich kam das Europäische Mufflon ausschließlich auf den Inseln Korsika und Sardinien vor. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die heute in Mitteleuropa lebenden Bestände durch Aussetzungen begründet. Dadurch, dass sich zu dieser Zeit auch verschiedene Hausschaf-Rassen mit den wildlebenden Mufflons verpaart haben, geht man davon aus, dass „reinblütiges“ Muffelwild heute kaum noch vorhanden ist. Manche Forscher behaupten sogar, dass es sich beim heute lebenden Muffelwild um verwilderte Hausschafe handelt. Aufgrund solcher Annahmen lässt sich auch nur schwer der Bedrohungsstatus der Art bzw. der Unterarten festlegen. Es ist aber das mit Abstand am häufigsten gehaltene Wildschaf in europäischen Zoos.


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12.04.2021 – Sechsfacher Nachwuchs bei seltener Haustierrasse

Passend zum Frühlingsbeginn hat es bei den Erzgebirgsziegen gleich mehrfachen Nachwuchs gegeben. Insgesamt tummeln sich sechs Jungtiere – fünf Böcke und eine Zicke – von insgesamt vier Müttern auf dem erzgebirgischen Bauernhof des Tierparks. In der Regel werden ein bis zwei Jungtiere geboren.

Foto: Jan Klösters

Viele deutsche Haus- und Nutztierrassen sind heutzutage vom Aussterben bedroht, da sie den Ansprüchen einer Hochleistungswirtschaft nicht mehr genügen. So geben einige Rassen mehr Fleisch oder Milch als andere oder legen mehr Eier im Jahr. Die leistungsschwächeren Rassen werden nicht mehr benötigt.

Aus diesem Grund hat es in den letzten Jahren in vielen zoologischen Einrichtungen ein Umdenken in der Zusammenstellung des Haustierbestandes gegeben. Hier werden vornehmlich Rassen aus Deutschland gezeigt, die vom Aussterben bedroht sind und ein altes Kulturgut repräsentieren.

Der Tierpark Chemnitz ist bestrebt, sich auf sächsische Haustierrassen zu spezialisieren, wozu eben auch die Erzgebirgsziege gehört. Diese Rasse wird seit 2018 gehalten und im letzten Jahr gab es das erste Mal Nachwuchs. Ein sattes braunes Fell mit schwarzem Aalstrich und schwarzen Stiefeln gehören zu den wichtigsten Rassekennzeichen. Es gibt sowohl behornte als auch hornlose Erzgebirgsziegen, im Tierpark sind alle Tiere behornt. Hohe Fruchtbarkeit, Frühreife, Genügsamkeit im Futter und Krankheitsresistenz zeichnen die Ziegen aus dem Erzgebirge besonders aus. Sie gelten als anspruchslos und freundlich im Umgang, weshalb sie trotz ihrer Größe auch problemlos im Streichelgehege gehalten werden können.

Foto: Jan Klösters

Im Tierpark sind die Erzgebirgsziegen allerdings nicht nur im Streichelgehege zu sehen, sie werden dort auch zur Pflege der Landschaft eingesetzt und sorgen durch den Verbiss gegen Überwucherungen in einzelnen Tierparkbereichen. Obwohl der erzgebirgische Bauernhof samt anschließendem Streichelgehege momentan für Besucher nicht begehbar ist, so sind die Jungtiere bei guten Wetter auf der Außenanalage zu sehen.


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12.04.2021 – Frühlingserwachen bei den Kreuzottern

Im letzten Jahr hat der Tierpark Chemnitz mit der Kreuzotter eine besonders spannende einheimische Tierart neu in seinen Bestand aufgenommen. Hierfür wurde extra ein Freiland-Terrarium gebaut, in welchem die Schlangen ganzjährig unter naturnahen Bedingungen gehalten werden können. Die Kreuzotter zählt sicherlich zu den einheimischen Tierarten, welche den meisten Menschen zwar vom Namen her bekannt sind, aber zu Gesicht bekommen haben sie die wenigsten, vor allem in der Natur.

Foto: Jan Klösters

Mit den steigenden Temperaturen zum Frühlingsbeginn werden die Kreuzottern auch wieder aktiv. Nachdem sie den Winter über in einer frostfreien Höhle geruht haben, kommen mit der Frühlingssonne als erstes die Männchen wieder hervor. Ein bis drei Wochen später folgen die Weibchen. Weil Kreuzottern wie alle Schlangen zu den Kriechtieren gehören und wechselwarm sind, legen sie sich in den ersten Wochen nach dem Winter jeden Tag für viele Stunden lang in die Sonne, um ihren Körper aufzuwärmen. Dafür verbreitern sie ihre Körperoberfläche, um möglichst viel Sonnenstrahlen einfangen zu können. Bei passendem Wetter ist dieses spannende Verhalten gut im Tierpark zu beobachten.


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31.03.2021 – Erster Nachwuchs im Wildgatter Oberrabenstein

Im Wildgatter Oberrabenstein hat es in der Wildschwein-Rotte den ersten Nachwuchs für dieses Jahr gegeben. Nachdem Ende Februar schon eine einzelne Bache, also ein weibliches Wildschwein, ein Jungtier zur Welt gebracht hatte, haben Mitte März vier weitere Bachen nachgezogen. Insgesamt tummeln sich nun 17 Frischlinge auf der großzügigen und naturnahen Anlage.

Foto: Jan Klösters

In der Waidmannssprache bezeichnet man das Gebären der Jungen bei Wildschweinen als „Frischen“. Die Jungtiere werden deshalb auch im ersten Lebensjahr Frischlinge genannt. Diese kommen in der Regel zwischen Februar und Juni zur Welt, zwei Drittel aller Geburten fallen allerdings auf die Monate März und April.

Jüngere Bachen frischen drei bis fünf Frischlinge, ältere können sogar bis zu acht Jungtiere gebären. Weiterer Nachwuchs wir dieses Jahr nicht mehr erwartet.

Die Bache ist nur knapp vier Monate lang tragend. Dem Frischen geht der Bau des Frischkessels voraus. Dies ist ein nestartiges Lager, welches die Bache aus abgebissenen Zweigen, Gras oder Schilf errichtet. Geeignete Äste finden sie im Wildgatter zur Genüge. Die Frischlinge bleiben die ersten ein bis zwei Wochen ihres Lebens in diesem schützenden Zweig-Bau. Gesäugt werden die Jungtiere für drei bis vier Monate. Solange tragen sie übrigens auch ihr typisches Streifenmuster.

Foto: Jan Klösters

Bitte beachten Sie, dass Tierpark und Wildgatter derzeit geschlossen sind.


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24.03.2021 – Bärenmakaken-Gruppe ist gewachsen

Die Gruppe der Bärenmakaken im Tierpark Chemnitz ist gewachsen. Zu den vier Männchen und zwei Weibchen, die bereits hier leben, sind Anfang März nochmal drei Männchen aus dem Tier- und Kulturpark Bischofswerda gekommen.

Foto: Jan Klösters

Bärenmakaken sind sehr gesellige Primaten, die in relativ großen Gruppen mit komplexen sozialen Beziehungen leben. Das Kennenlernen der Alteingesessenen und der Neuankömmlinge geschah zuerst im Innengehege und mit einem Sicht-Schieber dazwischen. Die Neuen hatten auch Gelegenheit, die ihnen unbekannte Anlage allein zu erkunden. Nach mehreren Tagen des kontrollierten Annäherns, in denen es keine aggressiven Situationen zwischen den beiden Gruppen gab, wurde sich dazu entschlossen, die Tiere auf der großzügigen Außenanlage zusammen zu lassen.

Dann bekamen die Mitarbeiter:innen des Tierparks die ganze Bandbreite der Makaken-Kommunikation zu sehen und zu hören. Unter den Bärenmakaken wurde gekreischt und gegrunzt und es wurde sich teilweise auch angedroht. Gleich darauf wurde aber oft freundlich geschnattert und den anderen Artgenossen das Hinterteil präsentiert - was beides der Beschwichtigung der Artgenossen dient.

Auch weitere interessante Verhaltensweisen konnten beobachtet werden. Gerade die Männchen müssen ihre Artgenossen oft beeindrucken. Das geschieht entweder durch das Rütteln an und auf Bäumen, was eine Art Kraftdemonstration ist. Des Weiteren beeindrucken sich die Männchen auch dadurch, dass sie sich gegenseitig anschreien und so ihre großen Eckzähne präsentieren. Solch kleinere Konflikte sehen gefährlicher aus als sie eigentlich sind. Außerdem sind sie beim Zusammenleben in einer Gruppe vollkommen normal. Im Anschluss versöhnen sich die Bärenmakaken durch die gegenseitige Fellpflege.

Foto: Jan Klösters

Übrigens gibt es in Deutschland keine weitere zoologische Einrichtung, welche Bärenmakaken hält. Insofern zeigt der Tierpark Chemnitz eine zoologische Rarität - und eine besonders spannende noch dazu.

Bitte beachten Sie, dass Tierpark und Wildgatter derzeit geschlossen sind.


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18.03.2021 – Schließung von Tierpark und Wildgatter

Ab Freitag, dem 19.03., schließen Tierpark und Wildgatter aufgrund der hohen Inzidenz wieder ihre Pforten. Für den 18.03. sind keine Anmeldungen mehr möglich.
Da wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickelt, nehmen wir derzeit generell keine Anmeldungen mehr an.

Anmeldungen, die in die Zeit der Schließung fallen, werden automatisch hinfällig, es erfolgt KEINE weitere Information.

Über eine mögliche Wiedereröffnung informieren Sie sich bitte unter www.tierpark-chemnitz.de bzw. www.chemnitz.de.

Voraussetzung dafür ist nach der Sächsischen Corona-Schutzverordnung, dass der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner im Freistaat Sachsen und in Chemnitz an fünf Tagen in Folge unterschritten wird.


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11.03.2021 – Wiedereröffnung von Tierpark und Wildgatter

Ab 15.03.2021 dürfen Tierpark und Wildgatter wie auch andere Kultureinrichtungen unter Auflagen wieder öffnen. Die Sächsische Corona-Schutzverordnung sieht vor, dass sich bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 die Besucher vor ihrem Besuch anmelden und Daten für die Kontaktnachverfolgung angeben müssen. Sollte die Inzidenz in Chemnitz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegen, werden die Einrichtungen wieder geschlossen.

Pro Stunde (Eintrittsfenster) können 80 Personen in jede der beiden Einrichtungen eingelassen werden. Die Anmeldung erfolgt derzeit über E-Mail (tierpark@stadt-chemnitz.de). Geben Sie bitte immer den Terminwunsch (Tag/Uhrzeit) und die Personenanzahl und möglichst auch schon die Kontaktdaten an (pro Hausstand, Name, Vorname, PLZ, E-Mail oder Telefonnummer) sowie bitte schon im BETREFF den gewünschten Tag an. Beachten Sie bitte, dass eine Anmeldung momentan - auch für den Besuch an Wochenenden und Feiertagen - derzeit nur montags bis freitags von 07:00 bis 15:00 und mit mindestens einem Tag Vorlauf möglich ist. Eine Anmeldung ist auch für Jahreskarteninhaber erforderlich. Aufgrund der unsicheren Lage nehmen wir derzeit Anmeldungen vorerst nur bis 31.03.an.

Der Tierpark hat im März von 09:00 bis 17:00 geöffnet, letzter Einlass ist 16:00, das Wildgatter von 08:00 bis 17:00, letzter Einlass 16:00.

Im Kassenhaus des Tierparks sowie auf den Toiletten ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz bzw. eine FFP-2-Maske zu tragen. Im gesamten Gelände des Tierparks muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, es empfiehlt sich auch hier das Tragen einer medizinischen bzw. FFP-2-Maske. Im Wildgatter muss im Eingangs- sowie Sanitärbereich medizinischer MNS bzw. FF2-Maske getragen werden.

Die Tier- und Infohäuser sowie der Streichelzoo bleiben geschlossen, ebenso der Pfad durch die Südamerikaanlage. Daher sind im Tierpark nicht alle Tiere zu sehen. Zudem sind viele Vögel auf Grund der Präventionsmaßnahmen gegen die Vogelgrippe in den Häusern aufgestallt und daher für Besucher nicht sichtbar.

Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. COVID-positive Personen sowie Personen, die innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer COVID-positiven Person hatten sowie Personen, die Krankheitssymptome haben, die auf COVID-19 hinweisen, haben keinen Zutritt zu Tierpark und Wildgatter. Vermeiden Sie bitte Gruppenbildungen und wahren Sie untereinander, wenn Sie nicht im gleichen Haushalt leben, sowie auch zu den Mitarbeitern der Einrichtungen mindestens 1,50 m Abstand.

Öffentliche Fütterungen und andere Aktionen finden nicht statt. Die Bollerwagen können leider derzeit nicht genutzt werden.

Der Zutritt im Tierpark erfolgt über das Kassenhaus. Es darf nur immer eine Person oder zusammengehörige epidemiologische Einheit das Kassenhaus betreten, alle anderen bitte davor warten und Abstand halten. Der Ausgang erfolgt NUR über das Drehkreuz. Es gibt einen vorgegebenen Rundgang, um Begegnungen zu minimieren. Bitte halten Sie sich daran! Nicht alle Wege können begangen werden.

Die Imbissangebote sind nur zum Mitnehmen.

Beachten Sie bitte auch die Tierpark- und Wildgatterordnung und unterlassen Sie das Füttern der Tiere!

Änderungen vorbehalten.


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08.03.2021 – Nachwuchs im Beutel

Es gibt wieder erfreuliche Neuigkeiten aus dem Tierpark zu vermelden: Bei den Bennett-Kängurus gibt es Nachwuchs. Alle drei Weibchen haben jeweils ein Jungtier im Beutel. Wie alt diese sind, kann allerdings nur geschätzt werden. Bei der Geburt sind Känguru-Babys nicht größer als eine 2 Euro-Münze. Insofern bemerkt man die Jungtiere nicht unbedingt sofort.

Foto: Jan Klösters

Wie bei allen Beuteltieren kommen Bennett-Kängurujungtiere nach einer kurzen Tragzeit von ungefähr 30 Tagen relativ unterentwickelt zur Welt. Sie sind nackt, taub und blind und können sich nur mithilfe ihrer Arme am Fell der Mutter festhalten. Trotzdem finden sie recht schnell und eigenständig den Weg in den Beutel, wo sie sich an einer Zitze festsaugen und so mit Muttermilch versorgt werden. Üblicherweise kommt nur ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten.

Nach rund einem halben Jahr verlässt das Jungtier erstmals den Beutel. Nach weiteren zwei Monaten ist es endgültig zu groß geworden, um noch hineinzupassen. Die Jungtiere werden aber bis zum Alter von rund einem Jahr gesäugt. Zu diesem Zweck stecken sie den Kopf in den Beutel der Mutter. Soweit ist es im Tierpark noch nicht. Man kann aber mittlerweile relativ regelmäßig die Jungtiere aus den Beuteln ihrer Mütter schauen sehen.

Foto: Jan Klösters

Im Tierpark leben insgesamt vier Bennett-Kängurus, darunter ein Bock. Da die Art relativ winterhart ist, kann sie das ganze Jahr über die Außenanlage nutzen. Diese teilen sie sich mit den Großen Emus, einer australischen Laufvogelart. Im Tierpark bekommen die Kängurus relativ regelmäßig im Januar oder Februar Nachwuchs.


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26.02.2021 – Fütternde Besucher - Kranke Tiere

Zur Zeit sind der Tierpark Chemnitz und das Wildgatter Oberrabenstein geschlossen. Das einzig Positive, was man der Situation abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass die Tiere in beiden Einrichtungen nicht von den Besuchern gefüttert werden können. Denn leider sind einige Besucher in Tierpark und Wildgatter immer wieder der Meinung, sie tun den Tieren vor Ort etwas Gutes, indem sie diese füttern.

Aktuell sind die Hausesel sehr stark von solchen Fremdfütterungen betroffen. Weil sich ihr Gehege außerhalb des Tierparkgeländes befindet, sind sie trotz Schließung des Tierparks weiterhin zugänglich. Da sie auffällige Fettdepots am Körper aufweisen, stehen sie momentan unter verstärkter veterinärmedizinischer Beobachtung.

Foto: Jan Klösters. Esel mit Fettdepot am Mähnenkamm

Solche Fettdepots sind Symptome einer Stoffwechselerkrankung - dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS). Dieses wird hervorgerufen, wenn über einen längeren Zeitraum dauerhaft zu viel und/oder falsch gefüttert wird. EMS kann zu Gewebeschädigungen führen, welche sich bei Pferdeartigen (Equiden) besonders auf die Hufe auswirken. Hier sind Durchblutungsstörungen und Entzündungen die Folge, welche extrem schmerzhaft für die Tiere sind. Im schlimmsten Fall können die Tiere kaum noch auf ihren Füßen stehen und sogar ihre Hufe verlieren.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist eine Diät, medikamentös kann den Tieren nicht geholfen werden. Es ist aber unmöglich, die Tiere auf eine kontrollierte Diät zu setzen, wenn sie weiterhin von außerhalb gefüttert werden. Hier ist der Tierpark auf die Mithilfe und das Verständnis der Bürger angewiesen. Nur so können die Tiere letzten Endes gesund und schmerzfrei gehalten werden.

Den Mitarbeitern in Tierpark und Wildgatter ist durchaus bewusst, dass die meisten Leute, welche die Tiere unerlaubterweise füttern, es eigentlich gut meinen bzw. gar nicht genau wissen, welchen Schaden sie damit anrichten können.

Aber grundsätzlich sollte man niemals fremde Tiere ohne Wissen und der Erlaubnis des Besitzers bzw. Halters füttern! Jedes Individuum hat seinen Speiseplan, der in Quantität und Qualität des Futters ausgewogen ist, und jede Abweichung kann schädlich sein. Im schlimmsten Fall werden die Tiere krank oder sterben gar durch das für sie falsche oder zu reichliche Futter.

Man sollte das Füttern der Tiere immer den Tierpflegern überlassen. Diese durchlaufen eine anspruchsvolle dreijährige Ausbildung, die unglaublich vielfältig ist. Sie wissen also, was ihre Schützlinge fressen dürfen und wie viel davon gesund ist und ob vielleicht der Tierarzt eine Diät verordnet hat.

Kommt bei einer Fremdfütterung ein Tier zu Schaden, kann der Verursacher für eine Sachbeschädigung (Tiere gelten als Sachen) haftbar gemacht werden. Liegt eine versuchte oder fahrlässige Tierquälerei oder sonstige Tiermisshandlung vor, wird diese nach dem Tierschutzgesetz geahndet. Daher sollte sich jeder sehr gut überlegen, was sein Handeln für Konsequenzen haben könnte.


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19.02.2021 – Winterquartier für Fledermäuse

Im Tierpark leben derzeit nicht nur rund 250 vorwiegend exotische Tierarten, sondern er ist auch ein wichtiger Lebensraum für einheimische Tiere. Er bietet ganzjährig Nahrungsquellen und Unterschlupfe und zu dieser Jahreszeit ungestörte Quartiere zum Überwintern, welche im modernen urbanen Lebensraum leider immer knapper werden.

Unter dem sogenannten Huftierberg im Tierpark, also im Bereich um das Trampeltiergehege, unter den Hirsch- und Bergtieranlagen, verlaufen alte Gänge, deren ursprüngliche Funktion und frühere Nutzung nicht bekannt ist. Vermutlich sind es ehemalige Wehrgänge.

Foto: Kevin Rüffer

Um für die Tiere bessere Bedingungen zu schaffen, wurden Ziegelsteine an den Decken der Gewölbegänge angebracht. Dort verstecken sich besonders gerne Fledermäuse und halten Winterschlaf. Auch dank solcher Winterquartiere nehmen die Bestände einiger Fledermaus-Arten wieder zu. Hier leistet der Tierpark einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz einheimischer Tierarten. Deshalb werden auch jedes Jahr im Winter die Gänge kontrolliert.

Foto: Kevin Rüffer

Alle in Deutschland einheimischen Fledermausarten stehen unter Naturschutz, da sie in ihren Beständen stark bedroht sind. Grund dafür ist in erster Linie die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume durch intensive Land- und Forstwirtschaft. Aber auch der Rückgang ihrer Nahrungsquellen bedroht die Fledermäuse. Auf dem Speiseplan einheimischer Fledermausarten stehen ausschließlich Insekten, deren Zahlen ebenfalls bedrohlich sinken. Fledermausschutz heißt also immer auch Insektenschutz – und umgekehrt. Auch hier engagiert sich der Tierpark Chemnitz, u. a. mit einem Insektenhotel und Blühwiesen.

Die Insekten sind im Endeffekt auch dafür verantwortlich, dass Fledermäuse in unseren Breiten von Anfang November bis Ende März Winterschlaf halten. Insekten machen sich bei kälteren Temperaturen nämlich selbst rar – gezwungenermaßen. Die Körpertemperatur von Insekten ist stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Sinkt diese, verfallen Insekten in Kälte- bzw. Winterstarre. Ein körpereigenes Frostschutzmittel sorgt dafür, dass die Tiere nicht erfrieren. Einige Arten können so sogar Temperaturen von bis zu - 20°C aushalten.

Aber auch andere wechselwarme Tiere wie Spinnentiere und Schnecken überwintern in den Gängen unterhalb des Tierparks.

Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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04.02.2021 – Nachwuchs bei den kleinsten Affen der Welt

Im Krallenaffenhaus des Chemnitzer Tierparks hat es Anfang Januar den ersten Nachwuchs gegeben. Das seit Juni letzten Jahres zusammenlebende Zwergseidenäffchen-Paar hat zum ersten Mal Jungtiere bekommen.

Foto: Stefanie Weippert

Die Jungtiere kommen mit etwa 15 g zur Welt, erwachsene Zwergseidenäffchen wiegen zwischen 85 bis 140 g. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt (ohne Schwanz) nur ca. 15 cm. Sie sind die kleinsten Vertreter der Affen. Unterboten werden sie nur noch von den Mausmakis, welche allerdings zu den sogenannten Halbaffen zählen.

Zwergseidenäffchen sind soziale Tiere, welche in Gruppen von bis zu zehn Tieren zusammenleben können. Die Gruppe besteht meist aus einem erwachsenen dominanten Weibchen, welches die Gruppe anführt, ein bis zwei erwachsenen Männchen sowie den Nachkommen verschiedenen Alters. Solange diese noch zusammen mit den Eltern leben, ist ihre eigene Fortpflanzung unterdrückt.

Die Familiengruppen bewohnen feste Gebiete in den unteren und mittleren Baumschichten. Nach einer Tragzeit von ca. 140 Tagen kommen zumeist Zwillinge zur Welt. Der Nachwuchs klammert sich sofort nach der Geburt an das Fell der Eltern und lässt sich sicher durch das Geäst tragen. Bei der Betreuung der Jungtiere wechseln sich Mutter und Vater und oft auch andere Familienmitglieder untereinander ab.

Die Bestände der Zwergseidenäffchen nehmen als Folge von Lebensraumverlust und Bejagung deutlich ab. Seit 2020 werden sie deshalb auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN als gefährdet eingestuft. Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten von solch bedrohten Tierarten. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezüchtet. Mutter „Bonnie“ hat schon mehrfach im Chemnitzer Tierpark für Nachwuchs gesorgt, für Vater „Fernando“ ist es das erste Mal.

Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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29.01.2021 – Zootier des Jahres 2021

Das Krokodil ist „Zootier des Jahres“ 2021! Das entschied die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf eine Tiergruppe, die unter großen Imageproblemen leidet.

Für den Titel „Zootier des Jahres“ werden Tierarten ausgesucht, deren Bedrohung nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht und die keine oder nur eine geringe Lobby haben. Ziel der Kampagne ist es deshalb, mehr Aufmerksamkeit auf die unbekannten bedrohten Tierarten oder -gruppen zu lenken und die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten sowie die Schutzprojekte in den Ursprungsländern zu unterstützen.

Pressematerial der Kampagne

2016 wurde die Artenschutzkampagne ins Leben gerufen und bündelt vier aktive Partner: die ZGAP, die Deutsche Tierpark-Gesellschaft (DTG), der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) und die Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ). Bei der diesjährigen Kampagne sollen mit den gesammelten Geldern vorrangig drei Projekte unterstützt werden, die sich um den Erhalt der Kuba-, Siam- und Philippinenkrokodile kümmern.

Krokodile bevölkern seit mehr als 200 Millionen Jahren unseren Planeten und haben sich in dieser Zeit kaum verändert. Und dann kamen die Menschen. Und bis heute dringen diese immer weiter in den Lebensraum der Krokodile ein und töten sie, weil die Tiere als Gefahr für sich und ihre Haustiere angesehen werden.

Das Fleisch der Krokodile sowie deren Eier werden verzehrt, die Moschusdrüsen werden zur Parfümherstellung genutzt und weil Krokodile Fische fressen, gelten sie als darüber hinaus als Konkurrenten der Fischer. Zusätzlich dezimiert der Lebensraumverlust, etwa durch den Bau von Dämmen, sowie die zunehmende Wasserverschmutzung die Krokodilbestände. An den Rand der Ausrottung brachte die Krokodile jedoch insbesondere die wachsende Nachfrage nach ihrer Haut, weil die Modeindustrie anfing, daraus Handtaschen, Schuhe, Koffer, Gürtel und andere Waren herzustellen.

Viele Krokodilarten gelten daher als gefährdet und sechs Arten werden von der Weltnaturschutzunion IUCN bereits als „von der Ausrottung bedroht“ eingestuft. Darauf möchte die ZGAP mit der Ernennung des Krokodils zum „Zootier des Jahres“ aufmerksam machen.

Der Tierpark Chemnitz unterstützt die Kampagne jedes Jahr im Rahmen seiner Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Und der Förderverein des Tierparks, die Tierparkfreunde Chemnitz e.V., spendet auch dieses Jahr wieder einen Artenschutzbeitrag, der aus den Patenschaftseinnahmen generiert wird, für das „Zootier des Jahres“.

Foto: Jan Klösters

Im Tierpark werden zwar keine Vertreter aus der Familie der Echten Krokodile gezeigt, aber mit dem Brauen-Glattstirnkaiman hält man eine Tierart aus der Ordnung der Krokodile und hat so auch eine gute Möglichkeit, auf die Kampagne hinzuweisen.

Foto: Tierpark


Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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25.01.2021 – Erster Nachwuchs 2021!

Es gibt den ersten Nachwuchs im Tierpark Chemnitz zu vermelden - am 04. Januar sind zwei Küken bei den Edelpapageien geschlüpft. Da es sich bei den Jungtieren wie bei allen Papageien um Nesthocker handelt, werden sie momentan noch von beiden Elternteilen in der Bruthöhle versorgt.

Edelpapageien können sich das ganze Jahr über fortpflanzen und brüten unter günstigen Voraussetzungen auch zweimal im Jahr. Die zwei bis drei Eier werden alleine vom Weibchen drei bis vier Wochen lang bebrütet. Vom Männchen wird es in dieser Zeit mit Futter versorgt.

Nachzuchten sind bei Papageien immer eine Besonderheit. Zwar sind alle Papageien sehr sozial, ein harmonisierendes Paar muss sich aber auch erst finden. Insofern kann es eben auch passieren, dass ein zusammengestelltes Paar nicht für Nachwuchs sorgt. Hat sich ein Paar dann einmal gefunden, so bleibt die Bindung ein Leben lang bestehen. Papageien sind weitestgehend monogam. Außerhalb der Brutzeit leben viele Arten in großen Schwärmen. Im Tierpark Chemnitz gelingt die Nachzucht bei den Edelpapageien dagegen regelmäßig.

Foto: Annett Donner

Foto: Kevin Kunz

Foto: Kevin Rüffer

So farbenfroh ausgewachsene Papageien sind, so unscheinbar sind sie als Jungvögel. Die Veränderung mag ein wenig an das bekannte Märchen vom „hässlichen Entlein“ erinnern. Edelpapageien weisen bezüglich der Farbenpracht eine Besonderheit auf: bei ihnen unterscheiden sich die Geschlechter farblich voneinander: Die Männchen haben ein überwiegend grünes, die Weibchen ein rot-blaues Gefieder. Ursprünglich hielt man sie deshalb sogar für zwei verschiedene Arten.

Der Geschlechtsunterschied zeigt sich schon bei den Jungvögeln. Beim Nachwuchs im Chemnitzer Tierpark sind bisher aber erst die dunkel gefärbten Daunenfedern ausgeprägt. Die Geschlechtsbestimmung wird also noch ein wenig dauern.


Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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01.01.2021 – Auf ein Wiedersehen 2021!

Die Mitarbeiter von Tierpark und Wildgatter wünschen allen früheren und zukünftigen Besuchern, Freunden, Unterstützern und Kollegen alles Gute für 2021 und viel Schwein!

Foto: Jan Klösters

Der Tierpark und das Wildgatter bleiben weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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aktualisiert am: 08.04.2021