Ein Rundgang durch den Chemnitzer Tierpark (Stand Oktober 2018)

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Zwergflusspferd

Zwergflusspferd Zwergflusspferde (Hexaprotodon liberiensis) sind in den Regenwäldern des westlichen Afrikas beheimatet. Sie stellen eine eigene Tierart dar und unterscheiden sich in Anatomie, Lebensweise und Sozialverhalten von ihren großen Vettern, den Flusspferden. Sie sind nicht nur kleiner und leichter, sondern leben im Gegensatz zu den geselligen Flusspferden einzelgängerisch an Gewässern im dichten Regenwald. Sie verbringen mehr Zeit an Land und bringen auch ihre Jungen dort zur Welt. Die Anpassung ans Wasserleben ist geringer ausgeprägt - Nasenlöcher und Augen sind weniger über die Schädellinie erhaben, die Beine sind im Verhältnis zum Körper kräftiger, das ganze Tier weniger plump. Zudem sind sie in der Nahrungswahl viel selektiver als ihre Verwandten. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Tiere das erste Mal beschrieben, allerdings glaubte man damals noch, besonders kleine Vertreter der schon bekannten Flusspferde vor sich zu haben. Dass es sich dabei um eine eigenständige Art handelte, wurde erst später erkannt. Freilandbeobachtungen sind auch heute noch selten. Die Tiere leben nur in wenigen kleinen fragmentierten Gebieten, der Bestand im Freiland ist stark bedroht. In Menschenobhut gibt es etwa 300 Tiere, das Zuchtprogramm wird vom Zoo Basel koordiniert


Was man noch wissen sollte

  • Flusspferde sind sogenannte Paarhufer (paarige Zehen) und stehen systematisch den Schweinen nahe.
  • Zwergflusspferde können bis 250 kg schwer und über 35 Jahre alt werden
  • Nasen und Ohren werden unter Wasser verschlossen
  • Flusspferde brauchen, um sich unter Wasser fortzubewegen, Bodenkontakt
  • die Tragzeit beträgt etwa 200 Tage

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aktualisiert am: 07.02.2020