Ein Rundgang durch den Chemnitzer Tierpark (Stand Oktober 2018)

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Enten und Gänse

Brandgänse Die Entenvögel, zu denen die auf dem Teich im Tierpark lebenden Enten und Gänse gehören, sind mehr oder weniger stark an ein Leben im Wasser angepasst. Sie kommen, außer in der Antarktis, auf allen Kontinenten vor. Typisch sind die Schwimmhäute zwischen den Zehen und der an Land etwas unbeholfen wirkende watschelnde Gang, der aus den relativ weit hinten ansetzenden Hintergliedmaßen resultiert. Das Gefieder ist sehr dicht und wird mit dem Sekret der gut entwickelten Bürzeldrüse regelmäßig eingefettet, um es wasserabweisend zu machen.

Die Jungtiere der Entenvögel sind Nestflüchter und nach dem Schlupf rasch lauf- und schwimmfähig. Bei einigen Arten werden die Jungen schon im Ei auf die Stimme der Elterntiere geprägt und folgen später dann dem ersten Lebewesen, welches sie nach dem Schlupf erblicken. Dabei kann es bei Kunstbrut zu Fehlprägungen auf den Menschen kommen.

Die vorwiegend herbivoren Gänse suchen ihre Nahrung meist an Land, Enten dagegen eher im Wasser. Der Speisezettel der Enten ist vielfältig und kann Pflanzenteile, Insekten, Krebstiere, Muscheln und auch Fische umfassen. Nach der Art der Nahrungssuche werden hierbei Tauch- und Schwimmenten unterschieden. Während erstere tief im Wasser liegen und bei der Futtersuche regelrecht abtauchen, haben die Vertreter der zweiten Gruppe weniger Tiefgang und „gründeln” mit Kopf und Hals im Wasser, ohne zu tauchen.

Bei vielen Entenarten gibt es einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, bei dem die Männchen prächtig gefärbt sind (Balz), die Weibchen aber unscheinbar graubraun (Tarnung bei Brut). Am Ende der Brutzeit, in unseren Breiten also zu Beginn des Sommers, durchlaufen die Entenvögel eine Mauser, bei der sie kurzzeitig flugunfähig werden. Die Männchen legen dabei auch ihr Prachtgefieder ab und das Schlichtkleid an, worin sie dann den Weibchen sehr ähnlich sehen. Im Herbst mausern sie sich dann wieder zum prächtig gefärbten Erpel, und die Balz und Paarfindung setzt sein.


Was man noch wissen sollte

  • Gänse leben in lebenslanger Einehe, die meisten Entenarten verpaaren sich jährlich neu
  • Viele Entenvögel aus den gemäßigten, subpolaren und polaren Zonen unternehmen lange Wanderungen zwischen Brut- und Winterquartier
  • Im Tierpark können unter anderem Bergente (Aythya marila), Brautente (Aix sponsa) und (im Tropenhaus) die seltene Bernierente (Anas bernieri) sowie Weißwangengans (Branta leucopsis), Brandgans (Tadorna tadorna siehe Bild) und Nilgans (Alopochen aegyptiacus) beobachtet werden

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aktualisiert am: 07.02.2020