Ein Rundgang durch den Chemnitzer Tierpark (Stand Oktober 2018)

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Bennett-Känguru

Bennett-Känguru Kängurus sind hoch spezialisierte Pflanzenfresser, die in ihrer Lebensweise die ökologischen Nischen der Huftiere einnehmen und so verschiedenste Lebensräume besiedeln.

Sie haben nur eine kurze Tragzeit von etwa einem Monat. Ihre Jungen sind bei ihrer Geburt wenig entwickelt und sehr klein. Nur die Vorderarme sind kräftig ausgebildet. Das Neugeborene krabbelt damit aus eigener Kraft in den Beutel der Mutter und saugt sich an einer Zitze fest. Das vorherige Jungtier hat zu diesem Zeitpunkt den Beutel verlassen und sucht ihn nur noch gelegentlich auf. Es trinkt auch noch, allerdings an einer anderen Zitze und weniger gehaltvolle Milch als das „Beuteljunge”. Im Alter von vier bis fünf Monaten stecken die Jungtiere das erste Mal den Kopf aus dem Beutel, mit neun Monaten verlassen sie ihn ganz.

Kängurus nutzen zwei Arten der Fortbewegung: Bei höherem Tempo springen sie nur mit den Hinterbeinen, der Schwanz bleibt in der Luft und dient der Balance. Bei langsamer Gangart benutzen Kängurus alle vier Gliedmaßen und den Schwanz - während sich das Tier mit Vorderpfoten und Schwanz abstützt, schwingen die Hinterbeine nach vorne, sobald diese stehen, werden Vorderpfoten und Schwanz wieder nachgeholt.

Kängurus gelten gemeinhin die typischen Vertreter der Beuteltiere und damit der australischen Fauna. Doch die Beuteltiere weisen eine viel größere Formenbreite auf als oftmals angenommen. Der überwiegende Teil ist in Australien samt umliegenden Inseln zu Hause, wenige Arten findet man auch in Amerika. Vermutlich entstand diese Tierordnung zu einer Zeit, als Australien noch über Landbrücken mit Südamerika verbunden war.

Weitere Säugetiere entwickelten sich auf dem australischen Kontinent nicht, und alles, was heute in Australien an sogenannten Höheren Säugetieren anzutreffen ist, z. B. Dingos, Kaninchen, Katzen, Ratten und Brumbies (australische Mustangs), wurde sekundär durch den Menschen eingeführt. Viele dieser Arten bedeuten für die einheimische Tierwelt, zu der auch flugunfähige Vögel gehören, oft eine große Bedrohung.


Was man noch wissen sollte

  • im Tierpark leben Bennettkängurus (Macropus rufogriseus)
  • unsere Gruppe bekommt meist nur einmal jährlich, im Januar oder Februar, ihren Nachwuchs
  • Bennettkängurus sind relativ winterhart, sie können ganzjährig die Außenanlage nutzen
  • in Großbritannien gibt es eine kleine freilebende Population - sie waren einst ausgesetzt worden und haben sich gut vermehrt

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aktualisiert am: 07.02.2020