Ein Rundgang durch den Chemnitzer Tierpark (Stand Oktober 2018)

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Bärenmakaken

Bärenmakak Bärenmakaken (Macaca arctiodes) würden wahrscheinlich keinen Schönheitswettbewerb unter den Primaten gewinnen. Sie sind recht gedrungen, und mit zunehmendem Alter wird die Gesichtshaut immer pigmentierter und der Kopf kahler.

Die Art ist im tropischen und subtropischen Regenwald und Bergwäldern Südostasiens zu Hause, wo sie sich vorwiegend auf dem Boden aufhält. Sie ernährt sich von Früchten, jungen Blättern und Knospen und verschmäht auch Kleintiere nicht.

Bärenmakaken leben in gemischten Gruppen mit mehreren Männchen, die bis zu 50 Tiere umfassen können. Sie kommunizieren mittels vielfältiger Gesichtsausdrücke und Gesten sowie diverser Lautäußerungen. Sehr wichtig für das Sozialleben ist auch die gegenseitige Fellpflege. So werden neue Beziehungen geknüpft und bestehende gefestigt, ranghohe Tiere besänftigt und rangniedrige beruhigt.

Die Tragzeit beträgt ca. 6 Monate, das Jungtier hat in den ersten Lebensmonaten ein weißes Fell. Ausgewachsene männliche Tiere sind etwas schwerer und größer als die weiblichen und haben längere Eckzähne (Geschlechtsdimorphismus). Bärenmakaken können 30 Jahre alt werden.

Der Bestand im Freiland ist stark bedroht.


Was man noch wissen sollte

  • unsere Gruppe besteht momentan aus miteinander verwandten männlichen Tieren
  • bis auf den Berberaffen, der auf Gibraltar und in Nordwestafrika beheimatet ist, leben alle Makaken in Asien
  • alle Makaken haben Backentaschen ausgebildet, in die sie rasch große Mengen Futter stopfen können, um es später in Ruhe zu verzehren
  • der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist wahrscheinlich der Rhesusaffe, der auch dem 1940 bei dieser Art entdeckten „Rhesusfaktor”, einem wichtigen erblichen Antigenfaktor im menschlichen Blut, den Namen gegeben hat

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aktualisiert am: 07.02.2020