Aktuelle Meldungen aus diesem Jahr


29.10.2020 – Tierpark und Wildgatter ab 02.11.2020 für Besucher geschlossen

Die Stadt Chemnitz hat entschieden, ab Montag, 2. November erst einmal bis Ende des Monats die öffentlichen städtischen Einrichtungen zu schließen. Dies geschieht aufgrund der von Bundesregierung und den Ministerpräsidenten beschlossenen Regelungen, die am Montag in Kraft treten.

Konkret betreffen die Schließungen in Chemnitz das Theater, die Stadthalle, Museen, alle städtischen Einrichtungen im TIETZ, den Tierpark und das Wildgatter, Schwimmhallen und Sporthallen sowie auch die Eishalle (außer für den Schulsport).


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23.10.2020 – Füttern durch Besucher

Viele Besucher von Tierpark und Wildgatter Chemnitz füttern die Zoo- und Wildtiere beider Einrichtungen. Weil sie denken, den Tieren (und dem Zoo) Gutes zu tun, weil sie die Tiere aktivieren möchten, weil sie glauben, durch das Entrichten des Eintrittes ein Anrecht darauf zu haben.

Grundsätzlich sollte man keine fremden Tiere ohne Wissen und der Erlaubnis des Besitzers bzw. Halters füttern, egal ob im Zoo, im Wildpark, auf der Koppel des Bauern, auf dem Teich oder über den Gartenzaun des Nachbarn. Jedes Individuum hat seinen Speiseplan, der in Quantität und Qualität des Futters ausgewogen ist, und jede Abweichung kann schädlich sein. Verdauungsstörungen, Verfettung, Verhaltensabweichungen, Misslingen therapeutischer Fütterung etc. sowie auch die Irritation des Halters (warum frisst mein Tier heute nicht?) sind die Folge. Im schlimmsten Fall werden die Tiere krank oder sterben gar durch das für sie falsche oder zu reichliche Futter.

Gerade jetzt im Herbst verlocken Eicheln und Kastanien zum Füttern. Aber auch hier gilt – für den Eigenbedarf sammeln, z. B. zum Basteln, aber nicht an die Tiere verfüttern! Auch wenn die Früchte auf dem Weg vor dem Gehege liegen! Gerade für die exotischen Bewohner des Zoos sind Eicheln und Kastanien nicht das richtige Futter. Es kann bei dem großen Bestand an Eichen im Zoo nicht verhindert werden, dass Eicheln in die Gehege fallen, aber jede zusätzliche Eichel von außen ist eine zu viel.

Foto: Sophie Hohaus

Es wird in der Besucherordnung der jeweiligen Einrichtung auf das generelle Fütterungsverbot (Ausnahme Pellets aus Futterautomaten an die entsprechenden Tiere) hingewiesen, welche der Besucher mit dem Kauf der Eintrittskarte und dem Betreten der Einrichtung anerkennt. Vielfältige Hinweise, auch mit Piktogrammen, finden sich zudem im Gelände.

Beim Zuwiderhandeln gegen das Fütterungsverbot wird gegen die Besucherordnung verstoßen, was einen Verweis aus dem Gelände bis hin zum Hausverbot nach sich ziehen kann. Kommt ein Tier zu Schaden, kann der Verursacher für eine Sachbeschädigung (Tiere gelten als Sachen) haftbar gemacht werden. Liegt eine versuchte oder fahrlässige Tierquälerei oder sonstige Tiermisshandlung vor, wird diese nach dem Tierschutzgesetz geahndet. Daher sollte sich jeder einzelne Besucher sehr gut überlegen, was sein Handeln für Konsequenzen haben könnte.

Artgerechtes Futter für Krallenaffen - Insekten. Foto: Jan Klösters

Man sollte also das Füttern der Tiere grundsätzlich den Tierpflegern überlassen. Diese durchlaufen eine anspruchsvolle dreijährige Ausbildung, die unglaublich vielfältig ist. Sie wissen also, was ihre Schützlinge fressen dürfen und wie viel davon gesund ist und ob vielleicht der Tierarzt eine Diät verordnet hat.

Wer nun aber schon viele Eicheln und Kastanien gesammelt hat, der kann den auf dem Parkplatz an der Burg Rabenstein stehenden Sammelcontainer nutzen. Dieser wird regelmäßig von den Mitarbeitern des Wildgatters abgeholt, welche die Früchte dann sachgerecht und wohldosiert über den Winter an die Tiere des Gatters verfüttern, die diese Nahrung gut vertragen.

Und wer dem Tierpark oder Wildgatter etwas Gutes tun möchte kann dies z. B. über Tierpatenschaften tun, die der Tierparkförderverein „Tierparkfreunde Chemnitz e.V.“ für die Bewohner beider Einrichtungen vergibt.


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16.10.2020 – Nach Wartungsarbeiten öffnet Tropenhaus wieder

Nach Beendigung der Reinigungs- und Wartungsarbeiten hat das Tropenhaus im Chemnitzer Tierpark ab Samstag, dem 17.10., wieder geöffnet und kann unter Berücksichtigung der geltenden Hygieneregeln (Einbahnstraße, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Abstand und Höchstzahl einhalten) besucht werden.


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16.10.2020 – Neue Schlangenart im Tierpark Chemnitz

Viele einheimische Tierarten sind zwar vom Namen her den meisten Menschen bekannt, aber zu Gesicht bekommen haben sie die wenigsten, vor allem in der Natur. So ist es auch mit der Kreuzotter. Nun hat der Tierpark Chemnitz eine Möglichkeit geschaffen, diese Tierart den Besuchern nahe zu bringen.

Foto: Jan Klösters

Hierfür wurde ein neues Terrarium gebaut, und das Besondere daran ist, dass es sich um ein Freiland-Terrarium handelt. In diesem können die Schlangen ganzjährig unter naturnahen Bedingungen gehalten werden. Denn Kreuzottern bevorzugen - eher untypisch für Reptilien - kühlere Regionen.

Die Kreuzotter ist eine der am weitesten verbreiteten Schlangenarten in Europa. Sie ist die einzige Giftschlange Ostdeutschlands und eine von insgesamt drei Schlangenarten, die auch in Sachsen heimisch ist (Kreuzotter, Ringelnatter, Schlingnatter).

Aufgrund der sinkenden Außentemperaturen kann es sein, dass sich die Kreuzottern im Tierpark bereits in eine der Höhlen zurückgezogen haben, um dort zu überwintern. Aufgrund der naturnahen Gestaltung des Terrariums braucht man aber selbst bei warmen Temperaturen ein wenig Geduld und ein gutes Auge, um die Tiere zu entdecken. Da Schlangen bei Menschen oft keinen guten Ruf genießen, soll das neue Terrarium samt den Bewohnern auch stark in die pädagogische Arbeit des Tierparks miteingebunden werden.

Verwandtschaftlich zählt man die Kreuzotter zur Familie der Vipern. Diese Schlangen sind allesamt giftig. So besitzen Kreuzottern zwei Giftzähne, mit denen sie Gift aus ihren Giftdrüsen in potenzielle Beutetiere spritzen können. Für den Menschen ist der Biss einer Kreuzotter jedoch so gut wie nie tödlich. Nur für geschwächte oder kranke Menschen kann das Gift einer Kreuzotter lebensbedrohlich sein. Allerdings ist die Kreuzotter eher scheu und beißt nur, wenn man auf sie tritt, sie reizt oder anfasst.

Foto: Jan Klösters

Kreuzottern verdanken ihren Namen dem deutlichen dunklen Zickzack-Band auf ihrem Rücken. Sie können zwischen 50 und 75 Zentimeter lang werden. Ihre Verwandtschaft zu den Vipern kann man gut an dem dreieckigen Kopf und den senkrechten Pupillen erkennen.


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17.09.2020 – Tropenhaus für voraussichtlich drei Wochen geschlossen

Ab Montag, dem 21. September, muss das Tropenhaus im Chemnitzer Tierpark aus technischen Gründen für voraussichtlich drei Wochen geschlossen bleiben. Grund sind zwingend notwendige Bau- und Wartungsarbeiten. Als Vorbereitung darauf werden die in der Freiflughalle lebenden Vogelarten herausgefangen und hinter den Kulissen untergebracht. Daher kann das Haus am 17. und 18.09. ebenfalls nicht betreten werden, da ein Rundweg durch die Halle nicht möglich ist. Am Wochenende 19./20.09. ist ein Besuch vorübergehend möglich.

Foto: Jan Klösters

Klammeraffen, Zwergflusspferde und Erdmännchen werden aber weiterhin bei gutem Wetter für die Besucher zu sehen sein, da sie die Außenanlagen nutzen können.

Der Tierpark hofft, dass spätestens zu Beginn der Herbstferien das Tropenhaus wieder geöffnet werden kann. Sobald ein genaues Datum absehbar ist, wird der Tierpark die Öffentlichkeit entsprechend informieren.


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17.09.2020 – Zweiter Nachwuchs bei den Wisenten

Nachdem bereits am 8. August ein Jungtier bei den Wisenten im Wildgatter Oberrabenstein geboren wurde, brachte nun am 7. September auch die zweite Wisentkuh, die fünfjährige „Onia“, ein weibliches Jungtier zur Welt. Die Wisentherde umfasst jetzt insgesamt fünf Tiere.

Wie für die Wisente üblich, welche im Wildgatter Oberrabenstein geboren werden, erhielt das Kalb einen Namen, der mit OR für Oberrabenstein beginnt. Es heißt nun „Orelie“, ihre Halbschwester „Orlanda“.


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14.09.2020 – Nachwuchs bei den Alpakas

Am 28.08.2020 kam bei den Alpakas ein männliches Jungtier zur Welt. Es ist das achte Fohlen der Stute Uschi. Die kleine Alpakaherde umfasst nun vier Tiere.

Foto: Anja Hantschmann

Alpakas gehören neben Lamas, Vikunjas und Guanakos zu den sogenannten Neuweltkamelen. Den meisten Leuten sind allerdings die Haustierformen der Neuweltkamele, Alpaka und Lama, eher bekannt als die Wildtierarten. Gerade das vom Guanako abstammende Lama kennen viele vor allem durch das ihm nachgesagte „Spucken“. Das Alpaka, dessen Stammform wahrscheinlich das Vikunja ist, wird dagegen häufig mit seiner Eigenschaft als Wolllieferant in Verbindung gebracht.


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04.09.2020 – Nachwuchs bei den Wisenten

Anfang August kam im Wildgatter ein weibliches Wisent-Kälbchen zur Welt. Mutter ist die fünfjährige Pronka aus dem Zoo Prag, Vater ist der dreijährige Zaafer aus dem Tierpark Sababurg. Die Geburt war eine richtige Überraschung, denn es wurden weder Brunft noch Deckakte beobachtet, und der Bulle ist noch sehr jung.

Normalerweise findet die Brunft von August bis Oktober statt, nach rund neun Monaten kommt ein Kalb zur Welt.

Foto: Mathias Wagner

Die Namen aller Wisente, die im Wildgatter Oberrabenstein geboren werden, haben die Anfangsbuchstaben OR (für Oberrabenstein). Der Neuzugang heißt z. B. Orlanda.

Wisente sind die größten europäischen Landsäugetiere. Bullen können bis zu 1000 kg schwer werden, Kühe erreichen ein Gewicht von 600 kg. Nach der Ausrottung des Auerochsen (auch Ur genannt) sind sie die einzigen überlebenden Wildrinder Europas. Mit Hausrindern, deren Stammvater der Auerochse war, sind Wisente allerdings nicht näher verwandt. Sie stehen dem amerikanischen Bison am nächsten.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren auch die Wisente fast ausgerottet. Durch gemeinsame Anstrengungen zoologischer Einrichtungen und weniger Privathalter konnten sie gerettet und später sogar in verschiedenen Ländern wiederangesiedelt werden. Heute gibt es wieder über 4000 Tiere, die zu einem Drittel in Zoos und Wildparks leben. In Deutschland kann man im Rothaargebirge Wisente sogar in der Wildbahn sehen.


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04.09.2020 – Neuzugang bei den Korsaks

Nachdem im September letzten Jahres bereits ein weiblicher Korsak oder Steppenfuchs in den Tierpark Chemnitz eingezogen war und somit die Haltung begründete, folgte im August diesen Jahres ein zweites Tier. Der am 03. März geborene Korsak-Rüde kommt aus dem Tierpark Gera nach Chemnitz. Somit ist zukünftig auch eine Zucht dieser Fuchsart möglich.

Foto: Jan Klösters

Die recht zierlich wirkenden Steppenfüchse kommen in Mittel- und Ostasien sowie im südöstlichen Osteuropa vor. Dort bewohnen sie vornehmlich – wie der Name schon erahnen lässt - Steppenlandschaften und Halbwüsten. Aufgrund ihrer Verbreitungsgebiete sind Steppenfüchse an extreme Witterungen angepasst. Große winterliche Kälte und sommerliche Hitze verkraften sie u.a. durch einen Fellwechsel. Gerade das weiche und seidig wirkende Winterfell des Korsaks wird der Art oft zum Verhängnis, da es als Pelz sehr begehrt ist und die Tiere deshalb bejagt werden.


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21.08.2020 – Nachwuchs bei hoch bedrohter Primatenart

Ende Juli gab es eine freudige Überraschung im Krallenaffenhaus des Chemnitzer Tierparks. Das seit Anfang des Jahres zusammenlebende Zuchtpärchen bei den Lisztaffen hat zum ersten Mal Jungtiere bekommen. Und das gleich in doppelter Ausführung - Zwillingsgeburten sind hier nämlich keine Seltenheit, sondern die Regel.

Wie bei Krallenaffen üblich, zu denen die Lisztaffen systematisch gehören, trägt auch hier der Vater die meiste Zeit die Jungen. Die Mitarbeit der anderen Familienmitglieder bei der Aufzucht der Jungtiere ist eine Besonderheit von Krallenaffen. Zum einen erhöhen sich so die Überlebenschancen für den Nachwuchs, zum anderen können die älteren Geschwister, die oft noch einige Zeit in der Familiengruppe bleiben, Erfahrungen in der Jungenaufzucht sammeln. Letztlich wird natürlich auch das Weibchen entlastet, da die Jungen der Mutter nur zum Säugen übergeben werden.

Foto: Stefanie Weippert

Lisztaffen stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN und werden als vom Aussterben bedroht eingestuft – der stärksten von drei Gefährdungskategorien. Der Bestand der ausschließlich in Kolumbien beheimateten Art ist in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang in der Gesamtpopulation ist wie so oft die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes.

Foto: Stefanie Weippert

Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten von bedrohten Tierarten wie den Lisztaffen. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezüchtet. Mit ihrem auffälligen Erscheinungsbild sind Lisztaffen eine sehr attraktive Art, die sich bestens als Botschafter für Natur- und Artenschutzprojekte in ihrer Heimat eignet. Denn auch die Aufklärung der Bevölkerung gehört zu den wichtigen Aufgaben zoologischer Einrichtungen.

Ihren deutschen Trivialnamen verdanken die Lisztaffen übrigens ihrer Frisur-Ähnlichkeit mit dem ungarischen Komponisten Franz Liszt. Im Englischen werden sie als „Cotton-top“ bezeichnet, da das Kopffell auch an Baumwolle erinnert.

Das Krallenaffenhaus ist zur Zeit für Besucher nicht zugänglich, aber die Tiere sind häufig auf der Außenanlage zu sehen.


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17.08.2020 – Abendliche Führung durch den Tierpark, 28.08.2020, 19:30 Uhr, nur mit Voranmeldung

Was machen die Tiere im Tierpark Chemnitz eigentlich am Abend bzw. in der Nacht? Wer legt sich schlafen und wer wird abends erst richtig munter? Diesen und anderen Fragen soll bei der abendlichen Führung durch den Tierpark Chemnitz am Freitag, dem 28.08.2020, auf den Grund gegangen werden.

Startzeit ist um 19:30 Uhr und der Rundgang dauert ca. 90 Minuten. Die Teilnahme an der Führung kostet 10,-€ pro Person und die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Führung ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet.

Eine Voranmeldung unter tierpark@stadt-chemnitz.de bis zum 27.08. (15:00 Uhr) ist notwendig. Die Karten können nach bestätigter Anmeldung zu den regulären Öffnungszeiten an der Tierpark-Kasse erworben werden. Eine Abendkasse wird es aus organisatorischen Gründen nicht geben. Bitte beachten Sie, dass Stornierungen nicht möglich sind.

Bei der Abendführung sind die derzeit geltenden allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Sofern während einer Abendführung Tierhäuser betreten werden, besteht für die Dauer des Aufenthalts in den Häusern für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske. Die Teilnahme mit Hund ist nicht möglich.


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14.08.2020 – Erneuter Nachwuchs bei den Erdmännchen

Erdmännchen sind sehr gesellige Tiere, die in der Wildbahn in Kolonien von bis zu 40 Individuen leben können. Im Chemnitzer Tierpark ist die Gruppe nun auf insgesamt 14 Tiere angewachsen. Denn nachdem die Erdmännchen im Tierpark schon Anfang April für Nachwuchs gesorgt haben, folgte Mitte Juli der zweite Wurf in diesem Jahr.

Foto: Jan Klösters

Die Tierpfleger entdeckten die Jungtiere erstmalig Mitte Juli in ihrer Wurfbox. Erdmännchen sind wie die meisten Raubtiere Nesthocker. Das heißt, sie verlassen erst nach einer gewissen Zeit den schützenden Bau, in dem sie zur Welt kamen. Außerdem haben Erdmännchen bei der Geburt Augen und Ohren noch geschlossen. Diese öffnen sich erst nach circa zwei Wochen.

Mittlerweile erkunden die Jungtiere fleißig die Anlage – immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. An der Aufzucht des jüngsten Nachwuchses beteiligen sich nämlich alle Tiere einer Kolonie. Die Jungtiere ziehen sich auch immer mal für eine Pause in eine der Höhlen zurück, wo sie von der Mutter noch gesäugt werden. Die beste Chance, die ganze Familie zu sehen, besteht morgens kurz nach Tierparköffnung, wenn es noch etwas kühler ist.

Foto: Jan Klösters


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10.08.2020 – Wildesel-Nachwuchs im Tierpark

Bei den Somali-Wildeseln hat es am 23. Juni Nachwuchs gegeben. Stute „Mantana“ brachte einen kleinen Hengst zur Welt. Dieser wurde von den zuständigen Tierpflegern „Poseidon“ genannt.

Bei den wilden Vorfahren der Hausesel handelt es sich um eine der am stärksten bedrohten Tierarten. Der Tierpark Chemnitz zeigt diese Art seit 1997 und seit 2003 kommt hier auch regelmäßig Nachwuchs zu Welt. Somit beteiligt sich der Tierpark erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), welches vom Zoo Basel koordiniert wird. Die EEP Population umfasst etwas mehr als 200 lebende Tiere in 37 zoologischen Einrichtungen – in Deutschland sind es mit Chemnitz allerdings nur fünf Einrichtungen. Es wird davon ausgegangen, dass es im natürlichen Verbreitungsgebiet der Somali-Wildesel in Äthiopien und Eritrea maximal noch 200 erwachsene Tiere gibt – eine erschreckend geringe Anzahl.

Leider verstarb das Muttertier vollkommen unerwartet am 6. Juli. Da das Jungtier zu diesem Zeitpunkt normal entwickelt war und keine Anzeichen einer Erkrankung aufwies, wurde entschieden, eine zeitaufwendige Handaufzucht zu versuchen. Seit diesem Zeitpunkt wird der kleine Wildesel von den Mitarbeitern des Tierparks mehrmals am Tag mit Ersatz-Muttermilch getränkt.

Foto: Jan Klösters

Mutter und Kind sind die einzigen stabilen sozialen Einheiten bei den Somali-Wildeseln. Deshalb machte man sich im Tierpark auch keine große Hoffnung, dass die andere erwachsene Stute „Hera“ sich dem Jungtier annehmen würde. Sie duldet ihn allerdings in ihrer Nähe. Vater „Da Vinci“ hat nichts weiter mit seinem Sohn zu tun. Erwachsene Hengste leben oft solitär und können sich territorial verhalten. Daher wurde er vorübergehend vorsichtshalber vom Rest der Gruppe getrennt.

Ohne den engagierten Einsatz der Mitarbeiter des Tierparks hätte „Poseidon“ keine Chance. Er hat nun bereits ca. 10kg zugenommen und frisst mittlerweile auch Heu und Gras mit. Eine Garantie, dass „Poseidon“ überlebt, gibt es aber trotz aller Mühen nicht.

Auch wenn der junge Wildesel mit der Flasche großgezogen wird, so bewahren er und die Tierpfleger den nötigen Abstand zueinander, denn das Tier soll ein Wildtier bleiben und möglichst nicht auf den Menschen geprägt werden. Denn das kann dazu führen, dass er später kein artgerechtes Sozialverhalten zeigt und nicht in einer Eselgruppe leben kann. Zudem sind erwachsene Hengste nicht ungefährlich und eine natürliche Distanz zum Menschen ist wichtig.


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10.08.2020 – Zweiter Schildrabe eingezogen

Nachdem Ende letzten Jahres bereits ein männlicher Schildrabe in den Tierpark Chemnitz gezogen war und somit die Haltung begründete, folgte im Juli diesen Jahres eine potentielle Partnerin. Das am 14.05. geschlüpfte Rabenweibchen kommt aus dem Solinger Vogel- und Tierpark nach Chemnitz. Somit ist zukünftig auch eine Zucht dieser doch eher selten gezeigten Rabenvögel angedacht.

Foto: Kevin Rüffer

Der Schildrabe ist der häufigste Vertreter der Rabenvögel in Afrika. Namensgebend ist die schildförmige weiße Gefiederfärbung im Brust- und Halsbereich. Wie bei Rabenvögeln üblich, beteiligen sich auch hier beide Geschlechter an der Aufzucht der Jungen.


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05.08.2020 – Neue Vogelarten in Tierpark und Wildgatter

Ein Pärchen Rotschnabeltukane ist Ende Juni in den Tierpark Chemnitz eingezogen. Die erste Zeit verbrachten die beiden Tiere hinter den Kulissen im Papageienhaus, um sich einzugewöhnen. Seit letzter Woche sind sie auch für die Besucher zu sehen.

Foto: Kevin Rüffer

Rotschnabeltukane kommen in den tropischen Wäldern Südamerikas vor. Dort sind sie reine Baumbewohner. Das monogame Paar bebrütet in Baumhöhlen abwechselnd zwei bis drei Eier. Die Brutzeit dauert ca. 15 Tage, mit etwa 50 Tagen sind die Jungvögel ausgeflogen. Durch Lebensraumzerstörung aber auch Bejagung gilt der Bestand in der Wildbahn als gefährdet.

Tukane gehören zu den Spechtvögeln. Das erkennt man ganz deutlich am Aufbau der Füße, an denen zwei Zehen nach vorn und zwei nach hinten gerichteten sind. So sehen z.B. auch die Füße der einheimischen Buntspechte aus. Das auffälligste Merkmal der Tukane ist allerdings ihr enormer Schnabel. Obwohl dieser schwer wirkt, ist er eher leichtgewichtig. Er dient den Vögeln unter anderem zur Kontrolle des Wärmehaushaltes. Im Unterschied zu den bekannteren Riesentukanen ist der Schnabel bei den Rotschnabeltukanen wesentlich bunter gefärbt.


Auch das Wildgatter Oberrabenstein vermeldet geflügelten Zuwachs: Seit einer Woche lebt ein Zwergadler-Weibchen in der ehemaligen Mäusebussard-Voliere. Ein weiteres Tier soll noch folgen.

Foto: Mathias Wagner

Die Voliere wurde durch einen Sturmschaden schwer beschädigt und musste erst wieder aufgebaut werden. Während dieser Zeit stand sie leer. Die Reparaturarbeiten wurden dankenswerterweise vom Förderverein des Tierparks, den Tierparkfreunden Chemnitz e. V., finanziert.

Die kleinste europäische Adler-Art wird deutschlandweit in keiner weiteren zoologischen Einrichtung gezeigt. Diese kleinen, etwa bussardgroßen Adler werden wegen ihrer Federn, die die Beine fast vollständig bedecken, im Englischen und Französischen „gestiefelter Adler“ genannt.

Je nach Verbreitungsgebiet sind Zwergadler ausgeprägte Zugvögel. So ziehen die in Westeuropa beheimateten Zwergadler im September nach Afrika südlich der Sahara. Die osteuropäischen Brutvögel überwintern in Indien. In wärmeren Verbreitungsgebieten gibt es auch ganzjährige Vorkommen.


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24.07.2020 – Schutz der Insekten in Tierpark und Wildgatter

Die Insekten stellen die artenreichste Tiergruppe dar. Viele in Deutschland heimische Arten stehen unter besonderem Schutz (der Schutz bezieht sich übrigens auf alle Entwicklungsstadien der Insekten, also Ei, Larve, Puppe und erwachsenes Insekt). Seit mehr als 30 Jahren wird ein Rückgang von Insekten verzeichnet. Das betrifft sowohl die Anzahl der Arten allgemein als auch die Zahl der Insekten in einzelnen Gebieten. Aktuell schreitet das große „Insektensterben“ mit besonders großen Schritten weiter voran. Wie wichtig Insekten auch für den Menschen sein können, konnten in den letzten Jahren schon viele Kinder (und auch Eltern) in zoopädagogischen Programmen in der Tierparkschule oder bei speziellen Aktionen in Ferienangeboten im Tierpark Chemnitz lernen.

Tierpark und Wildgatter wollen nun auch noch aktiver etwas zum Schutz und Erhalt der Insekten beitragen. So wird es in beiden Einrichtungen Flächen geben, an denen Blumenwiesen wachsen dürfen, um so als Nahrungsgrundlage für Insekten zu dienen. Dass es in Tierpark und Wildgatter an einigen Stellen für das menschliche Auge etwas „ungepflegt“ aussehen mag, hat also einen guten Grund. Die Pflege fällt bei der Wildblumenwiese nämlich nicht so stark ins Gewicht – vielmehr braucht es Geduld, bis eine solche Wiese ihre volle Pracht entfaltet.

Hannah Kunze hat sich in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr im Tierpark einem besonderen Projekt angenommen – dem Bau eines Insektenhotels. Hier wird aufgezeigt, welche verschieden Nistmöglichkeiten der Mensch den Insekten bieten kann. Während des Baus zogen auch schon einige Insektenarten und damit die ersten Gäste ein. Das Insektenhotel soll aber durch seine beeindruckende Größe auch die Aufmerksamkeit der Tierpark-Besucher auf sich ziehen und so auf die Probleme und den Schutz von Insekten aufmerksam machen.

Foto: Jan Klösters

Die Inhaberin der Honigmanufaktur Rabenstein, Maxi Arnold, hat zwei ihrer Honigbienenvölker im Wildgatter aufgestellt. So können die Besucher im Wildgatter das brummende bzw. summende Leben am Bienenstock beobachten. Zudem ist der Blütenbesuch durch Insekten wie z.B. Bienen zwingend notwendig für die Fortpflanzung (Bestäubung) vieler Blütenpflanzen.

Foto: Jan Klösters

Im Wildgatter haben sich auch Rote Waldameisen wieder angesiedelt. Sie sind als Vertilger anderer Insekten für die Waldhygiene besonders wichtig und so für den von Menschen genutztem Wald unverzichtbar. Ameisennester dürfen nicht zerstört werden.

Der Schutz von und die Wissensvermittlung über Insekten wird in den nächsten Jahren in beiden Einrichtungen noch verstärkt werden. So sollen die Besucher zum ganzheitlichen Denken und Handeln angeregt werden. Denn ein „ökologisches Grundgesetz“ von großer und umfassender Bedeutung besagt: gesunder Boden – gesunde Pflanzen – gesunde Tiere – gesunde Menschen. Und hier sind es oft auch die kleinen Dinge, die viel ausmachen können.


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17.07.2020 – Verstärkung beim kleinsten Wildrind

Passend zum „Ehrentag der Kuh“, welcher weltweit jeden zweiten Freitag im Juli stattfindet, um die gewichtige Rolle von Rindern für den Menschen zu verdeutlichen, kamen in der letzten Woche zwei Tieflandanoas – die kleinsten der heute noch existierenden Wildrinder - in den Tierpark Chemnitz.

Auch wenn der Tierpark Chemnitz die Art derzeit nur nicht züchtend hält, ist der Transfer der beiden Bullen „Belik“ und „Darek“ aus dem Zoo Gdansk ist ein wichtiger Schritt für das Erhaltungszuchtprogramm für Anoas. Zudem ist nun in das Chemnitzer Anoagehege mehr Leben eingezogen und die betagte Anoakuh „Natascha“ hat wieder artgleiche Gesellschaft.

Im Masterplan Tierpark Chemnitz 2030+ ist die Haltung von Anoas nicht mehr vorgesehen, aber bis es zum Umbau auf dem Huftierberg kommt, nutzt der Tierpark Chemnitz seine vorhandenen Gehege und hilft damit der internationalen Zoogemeinschaft bei den Bemühungen zur Rettung dieser schönen und seltenen Rinderart.

Anoas sind auf der Insel Sulawesi beheimatet und kommen in zwei Arten vor. Neben den Tieflandanoas gibt es noch die Berganoas, die aber kaum in europäischen Zoos gehalten werden. Bei den Anoas tragen beide Geschlechter nach hinten gerichtete Hörner, die vorwiegend innerartlichen Ritualkämpfen dienen, aber auch anderen Lebewesen gefährlich werden können. Wie alle Tierarten mit einem kleinen Verbreitungsgebiet sind Anoas besonders von menschlichen Eingriffen in die Natur betroffen und daher stark bedroht. Besonders der Verlust des Lebensraumes sowie die Bejagung setzen der Art zu. Der Bestand in freier Wildbahn wird noch auf rund 2500 Tiere geschätzt.

Foto: Jan Klösters


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17.07.2020 – Sommerferien in Tierpark und Wildgatter

In den Sommerferien lohnt sich ein Besuch in Tierpark und Wildgatter Chemnitz immer. Die Anlagen erstrahlen in sattem Grün und in den Gehegen gibt es auch das eine oder andere Jungtier zu entdecken. Allerdings können die Angebote, die es sonst während der Ferien in Tierpark und Wildgatter gibt, aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Im Tierpark betrifft das die täglich stattfindenden Kurzführungen, im Wildgatter Oberrabenstein müssen die beliebten Schaufütterungen entfallen.

Ansonsten ist in beiden Einrichtungen wieder etwas Normalität eingekehrt. Natürlich gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Die Höchstzahl für den gleichzeitigen Besuch liegt bei jeweils 500 Personen, es wird ein Rundweg vorgegeben, um Begegnungen zu minimieren, Tropenhaus und Streichelzoo sind wieder geöffnet. Alle aktuellen Informationen können auf www.tierpark-chemnitz.de nachgelesen werden.

In den Sommerferien wird es im Tierpark wieder ein Programm für Kinder geben – bedingt durch Corona in einer leicht abgespeckten Version. Am 11.08., 13.08., 25.08. und am 27.08. können Kinder als Forscher den Tierpark erkunden, hautnah exotische Tierarten kennen lernen, als Reporter die Neuigkeiten des Zoos recherchieren und spannende Dinge für Tiere basteln. Das Programm geht täglich von 10:00 bis 14:00 Uhr.

Das Angebot ist für Kinder von 6 bis 13 Jahren geeignet. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Kostenpunkt pro Tag und Kind sind 10,-€ (ohne Verpflegung). Um eine vorherige Anmeldung per E-Mail: tierpark@stadt-chemnitz.de wird gebeten. Anmeldeschluss ist jeweils zwei Werktage vor dem jeweiligen Termin. Alle Termine sind allerdings vorbehaltlich geplant.


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10.07.2020 – Tierpark und Wildgatter Chemnitz wieder geöffnet

Ab Montag, dem 4. Mai, sind Tierpark und Wildgatter wieder unter Auflagen für Besucher geöffnet.

Es gelten im ganzen Gelände beider Einrichtungen die üblichen Hygieneregeln! Vermeiden Sie bitte Gruppenbildungen und wahren Sie untereinander, wenn Sie nicht im gleichen Haushalt leben, mindestens 1,50 m Abstand, auch zu den Mitarbeitern.

Es gibt im Tierpark einen vorgegebenen Rundgang, um Begegnungen zu minimieren. Bitte halten Sie sich daran. Nicht alle Wege können begangen werden.

Der Zutritt erfolgt über das Kassenhaus (bitte davor warten und Abstand halten), der Ausgang NUR über das Drehkreuz. Besucher beachten bitte, dass im Tierpark nur 500 Personen gleichzeitig im Gelände sein dürfen. Daher kann es zu längeren Wartezeiten am Eingang kommen. Reservierungen und Onlinetickets sind nicht möglich. Im Kassenhaus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Vivarium und Krallenaffenhaus sowie der Weg durch die Südamerikaanlage bleiben noch geschlossen. Das Tropenhaus hat ab 11.06. wieder geöffnet. Es wurde in den Rundweg eingebunden und kann daher nur in eine Richtung begangen werden. Es sollten sich nicht mehr als 15 Personen gleichzeitig in Foyer und Haus aufhalten, es ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und der Mindestabstand einzuhalten. Der Bauernhof mit dem Streichelzoo ist ebenfalls ab 11.06. wieder offen, auch hier gilt das Einbahnstraßensystem sowie Maskenpflicht und eine maximale Anzahl von 5 Personen gleichzeitig im Haus. Der Futterautomat kann nicht genutzt werden.

Öffentliche Fütterungen und andere Aktionen finden nicht statt. Die Bollerwagen können derzeit nicht genutzt werden.

Die gleichzeitige gemeinschaftliche Nutzung der Spielgeräte ist auf maximal 6 Personen begrenzt.

Der Tierpark hat zu den normalen Sommeröffnungszeiten geöffnet, also 09:00 bis 19:00, der letzte Einlass ist 18:00.

Im Wildgatter dürfen sich ebenfalls maximal 500 Personen gleichzeitig aufhalten. Reservierungen und Onlinetickets sind nicht möglich. Es kann zu Einschränkungen im Wegenetz kommen. Das Natur-Info-Haus bleibt geschlossen. Die Nutzung von Bollerwagen ist ebenfalls noch nicht möglich. Die Imbissautomaten gehen ab 11.07.2020 wieder in Betrieb. Die Spielgeräte können wieder genutzt werden, allerdings wird die gleichzeitige gemeinsame Nutzung auf 15 Personen begrenzt.

Das Wildgatter hat zu den normalen Sommeröffnungszeiten geöffnet, also 08:00 bis 18:00. Beachten Sie bitte, dass der letzte Einlass 17:00 und ein Verbleiben im Gelände nach der Schließung nicht möglich ist.

Im Übrigen gelten in beiden Einrichtungen die jeweiligen Hausordnungen, die Sie mit dem Kauf der Eintrittskarten verbindlich anerkennen.

Wir freuen uns auf Sie und hoffen auf Ihr Verständnis für die Einschränkungen sowie auf gegenseitige Rücksichtnahme, damit der Zoo- und Wildgatterbesuch auch in schwierigen Zeiten für alle ein angenehmes und sicheres Erlebnis wird.


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02.07.2020 – "Elefant, Tiger & Co." dreht im Tierpark Chemnitz

Am gestrigen Mittwoch, dem 1. Juli, hatten die Mitarbeiter und auch die Tiere des Tierparks Chemnitz einen besonderen Besuch: das Team von „Elefant, Tiger & Co.“, der beliebten Fernsehserie des MDR.

Normalerweise entsteht die Tierdoku-Serie nur im Leipziger Zoo. Der MDR plant für Dezember aber eine 90-minütige Spezialsendung, bei der andere Zoos und Tierparks aus dem Sendegebiet vorgestellt und deren Highlights gezeigt werden. Dabei wird auch die Zusammenarbeit der Zoos, der Austausch von Tieren und die gemeinsamen Bemühungen beim Schutz bedrohter Arten thematisiert.

Die Besonderheit im Tierpark Chemnitz ist das Vivarium. Aber auch die Zwergflusspferde, von denen ein Tier vor vielen Jahren aus dem Zoo Leipzig kam, und andere Tierparkbewohner wurden von der Kamera eingefangen. Gesendet wird die Spezialsendung „Elefant, Tiger & Co.“ voraussichtlich am 18. Dezember.

Foto: Jan Klösters


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26.06.2020 – Erneuter Zuchterfolg bei seltener Kleinkatzenart

Seit 2015 werden im Tierpark Chemnitz Manule gehalten. Dabei handelt es sich um eine besonders schöne und seltene Kleinkatzenart, die in Zentralasien zu Hause ist. Unsere Tiere, die aus einem schottischen und einem russischen Zoo stammen, haben nun zum dritten Mal in Folge für Nachwuchs gesorgt.

Foto: Jan Klösters

Dieser kam Ende April zur Welt. Die ersten Wochen verbrachten die Jungen als typische Nesthocker zusammen mit ihrer Mutter ausschließlich in der Wurfbox. Mittlerweile können die vier Jungtiere mit etwas Glück auch im Außengehege beobachtet werden – vor allem morgens oder am späten Nachmittag.

Manule sind nicht kälteempfindlich. Das liegt an ihrem langen und dichten Winterfell, was ihnen das Leben in den kalten Regionen ihres natürlichen Verbreitungsgebiets ermöglicht und sie vor Eis und Schnee schützt. Daher können sie in Chemnitz ohne Warmhaus gehalten werden. Für die warme Jahreszeit wechseln die Katzen zu einem leichteren Sommerfell.

Für die bedrohte und selten gezeigte Art gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm. 2019 umfasste dieses europaweit rund 140 Individuen, nur wenige Zoos in Deutschland halten Manule.


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12.06.2020 – Halbjährige Probephase mit Hunden im Zoo startet ab 15.6.

Ab Montag, dem 15. Juni, haben Besucher des Tierparks Chemnitz die Möglichkeit, ihren Hund mit in den Tierpark zu nehmen. Es handelt sich dabei um eine Probephase bis Ende des Jahres, die zeigen soll, ob es zum einen für die Zootiere und zum anderen auch für die Menschen und Hunde verträglich ist, dass sich Hunde mit im Tierpark befinden. Bisher war dies nur im Wildgatter möglich.

Das Zulassen von Hunden wird in anderen zoologischen Einrichtungen zwar praktiziert, ist aber nicht ohne Risiko. Hunde sind domestizierte Raubtiere, die von Zootieren instinktiv als solche erkannt und von vielen auch gefürchtet werden. Dies kann, trotz einer gewissen Gewöhnung, zu Stress führen. Der Hundehalter muss daher dafür Sorge tragen, dass der Hund keine Zoo- und Wildtiere – und natürlich auch keine Besucher und andere Hunde – belästigt und sich ruhig verhält.

Auch die Übertragung von Krankheiten ist ein Risikofaktor. Daher ist es wichtig, dass die Hunde, die mit in den Tierpark genommen werden, die üblichen notwendigen Impfungen haben. Verantwortungsvolle Hundehalter sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass ein Tierparkbesuch auch für den eigenen Hund Stress bedeuten kann, sowohl durch die Zootiere als auch durch andere aufgeregte Hunde und viele Menschen auf engem Raum. Zudem sollte es selbstverständlich sein, die Hinterlassenschaften des eigenen Hundes zu beseitigen.

Pro Hund müssen 1,50 Euro entrichtet werden. An der Kasse erhalten die Hundebesitzer den notwendigen Hundekotbeutel und ein Informationsblatt mit den Regeln für den Zoobesuch mit Hund.

Pro erwachsenem Besucher kann nur ein Hund mitgeführt werden. Die Hunde dürfen nicht in die Tierhäuser, in begehbare Gehege und auf Spielplätze. Sie sind grundsätzlich immer an der kurzen Leine zu führen und stest zu beaufsichtigen und dürfen nicht auf oder hinter Absperrungen gelangen. Ausführliche Regeln zu Ihrem Zoobesuch mit Hund finden Sie auf der rechten Seite unserer Homepage.


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11.06.2020 – Nachwuchs bei den Westkaukasischen Steinböcken und den Weißwangengänsen

Bei den Westkaukasischen Steinböcken wurde im Mai ein junges Zicklein geboren. Somit ist die Gruppe im Tierpark auf fünf Tiere angewachsen. Die Paarungszeit der Steinböcke fällt auf die Wintermonate November und Dezember. Nach einer Tragzeit von knapp sechs Monaten kommt es meist im Mai und Juni zur Geburt eines einzelnen Jungtieres.

Foto: Jan Klösters

Der Westkaukasische Steinbock hat von allen wildlebenden Steinbockarten das kleinste Verbreitungsgebiet. Dieses umfasst ein Areal von etwa 15.000 qm im westlichen Kaukasus, das sich hauptsächlich über die Länder Georgien und Russland erstreckt. Mit diesem kleinen Verbreitungsgebiet im westlichen Kaukasus und einem stark abnehmenden Bestand von nur noch etwa 5000 Tieren gilt der Westkaukasische Steinbock als stark gefährdete Tierart. Diese imposanten Hornträger werden in europäischen Zoos nur selten gezeigt. In Deutschland findet man diese Art nur noch in vier weiteren zoologischen Einrichtungen. Somit freut sich der Tierpark Chemnitz umso mehr, wieder eine erfolgreiche Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm vermelden zu können.

Neben den vielen zoologischen Raritäten, die im Tierpark Chemnitz gezeigt werden, gibt es natürlich auch Tierarten, die häufig gehalten werden. Dazu zählen die Weißwangen- oder Nonnengänse. Und auch hier gibt es Nachwuchs. Zurzeit führt ein Gänse-Pärchen vier Küken über die Anlage.

Foto: Sophie Hohaus

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet – der Arktis – brüten Weißwangengänse oft gruppenweise in steilen Felswänden. Ihre Nester können sie hier nur fliegend erreichen, sind so aber sicher vor Polarfüchsen. Die frischgeschlüpften, aber noch nicht flugfähigen Küken müssen dann von den bis zu 30 Meter hohen Klippen springen, um zu den Futterplätzen zu gelangen.

Auch wenn es der Nachwuchs in menschlicher Obhut wesentlich leichter hat, an Futter zu gelangen, sind Naturbruten hier keine Selbstverständlichkeit. Im Tierpark Chemnitz gelingt die natürliche Brut sehr verlässlich jedes Jahr. Somit leistet der Tierpark auch hier einen wichtigen Beitrag zur Bestandserhaltung dieser Art in zoologischen Einrichtungen.

In Deutschland sind Weißwangengänse übrigens Wintergäste. Ende August beginnen die Gänse in freier Wildbahn, ihre arktischen Brutgebiete zu verlassen. Ihre Winterquartiere beziehen sie auf den Britischen Inseln und an der deutsch-niederländischen Nordseeküste.


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27.05.2020 – Nachwuchs bei seltener Hirsch-Art

Bei den knapp 250 Tierarten im Tierpark Chemnitz sind auch viele Seltenheiten zu finden, so auch bei den Geweihträgern. Mit dem Vietnam-Sikahirsch und dem Prinz-Alfred-Hirsch leben zwei stark vom Aussterben bedrohte und nur in wenigen Zoos gezeigte Vertreter der Hirsche im Tierpark.

Bei den Sika-Hirschen gab es nun am 10. Mai Nachwuchs. Als typischer „Nestflüchter“ schon vollständig behaart und mit voll entwickelten Sinnesorganen ist das Kitz bereits kurz nach der Geburt in der Lage, seiner Mutter zu folgen. Die ersten Tage verbrachte es aber häufig liegend im großen Reisig-Haufen auf der Anlage, wo man es nur schwer entdecken kann.

Foto: Jan Klösters

Zwar unterscheidet sich das Jugendkleid der Jungtiere beim Sikahirsch nicht ganz so stark vom Erscheinungsbild der erwachsenen Tiere wie man es z.B. vom Rot- und Rehwild her kennt. Trotzdem erfüllen die Punkte auch hier den Zweck der Tarnung. Das Kitz verschmilzt so mit der Umgebung. Mittlerweile ist es aber auch schon häufig auf der Anlage zu sehen, meistens in der Nähe seiner Mutter.

Foto: Jan Klösters

Mit der Haltung von Vietnam-Sikahirschen wurde erst im letzten Jahr begonnen. So kam aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und aus dem Tierpark Berlin jeweils ein weiblicher Sika-Hirsch in den Tierpark. Die beiden Männchen kamen aus dem Zoo Usti nad Labem in Tschechien. Diese Zusammenstellung von Tieren aus verschiedenen zoologischen Einrichtungen ist beispielhaft für die Arbeit einer koordinierten Erhaltungszucht.

Als Art sind Sikahirsche zwar nicht gefährdet. Diese ursprünglich aus Ostasien stammender Hirschart kommt durch Ansiedlungen mittlerweile in vielen Gegenden der Welt vor - so auch in Deutschland. Allerdings sind einzelne Unterarten vom Aussterben bedroht oder in der Wildbahn bereits ausgestorben – was oft mit einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet zu tun hat. Für den Vietnam-Sikahirsch wird mitunter sogar angenommen, dass diese Unterart im Freiland wahrscheinlich nicht mehr existiert. In zoologischen Einrichtungen leben derzeit etwa 300 Tiere – und nun noch ein weiteres im Tierpark Chemnitz. Somit kann der Tierpark wieder eine erfolgreiche Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm vermelden.


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27.05.2020 – Capybaras auf Südamerikaanlage umgezogen

Da sich die Temperaturen nun langsam auch nachts auf zweistellige Pluswerte einpendeln, können im Tierpark wieder mehr Tiere an die frische Luft. So sind die wärmere Temperaturen gewöhnten Capybaras nun nicht mehr im Tropenhaus zu finden, sondern haben ihr Sommerquartier auf der Südamerika-Anlage bezogen. Diese teilen sie sich mit den Alpakas und den südamerikanischen Laufvögeln, den Nandus.

Foto: Jan Klösters

Durch die steigenden Temperaturen ist es auch wieder möglich, die Zwergflusspferde tagsüber auf die Außenanlage zu lassen. Klammeraffen und Erdmännchen haben schon länger Zugang zur Außenanlage. Somit ist trotz der noch andauernden Schließung des Tropenhauses wieder ein Teil der dort lebenden Tiere für die Besucher zu sehen.


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12.05.2020 – Nachwuchs bei den Erdmännchen

Die Erdmännchen-Gruppe, die seit mittlerweile einem Jahr im Tierpark Chemnitz zusammenlebt, hat erneut für Nachwuchs gesorgt. Gleich sechs Jungtiere entdeckten die Tierpfleger erstmalig am 09. April in der Wurfbox. Erdmännchen sind wie die meisten Raubtiere Nesthocker, das heißt, sie verlassen erst nach einer gewissen Zeit den schützenden Bau, in dem sie zur Welt kamen.

Foto: Jan Klösters

Mittlerweile erkunden die Jungtiere, gerade bei wärmeren Temperaturen, auch schon fleißig die Anlage, natürlich immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. Außerhalb des Baus werden Erdmännchen-Jungtiere in der Regel immer von einem „Babysitter“ begleitet. Im Tierpark übernehmen das momentan hauptsächlich der Vater und der Onkel. Die Jungtiere ziehen sich nach solchen Ausflügen durchaus auch für eine Pause in eine der Höhlen zurück, wo sie von der Mutter noch gesäugt werden.


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30.04.2020 – Weiterer Nachwuchs im Wildgatter Oberrabenstein

Nachdem Anfang Februar schon eine einzelne Bache für den ersten Nachwuchs bei den Wildschweinen gesorgt hat, haben nun drei weitere Bachen nachgezogen. Insgesamt tummeln sich jetzt 22 Frischlinge auf der großzügigen und naturnahen Anlage. Zwei Bachen haben sogar jeweils sieben Jungtiere „gefrischt“. Jüngere Bachen bekommen drei bis fünf Frischlinge, ältere können sogar bis zu acht Jungtiere gebären. Von zwei Bachen erwartet man noch Nachwuchs. Frischlinge können bis in den Juni hinein zur Welt kommen.

Foto: Anja Hantschmann

Nah zu den Wildschweinen befindet sich das Gehege der Mufflons, dem einzigen Wildschaf Europas. Hier gibt es bisher dreifachen Nachwuchs zu vermelden. Diese wurden vor und nach dem Osterwochenende geboren. Dieser Zeitraum entspricht der typischen Setzzeit von Ende April bis Anfang Mai. In der Regel setzt ein Schaf ein bis zwei Lämmer.

Für eine besondere Überraschung und große Freude sorgte das neue Wildkatzen-Pärchen. Am Karsamstag erblickten die zuständigen Pfleger gleich fünf Jungtiere neben ihrer Mutter in der Wurfbox der Anlage. Erst Anfang Dezember wurde diese neue, vom Tierpark-Förderverein finanzierte Anlage für Europäische Wildkatzen eröffnet und die beiden Tiere - die Katze stammt aus einem Schweizer Zoo und der Kater aus einem französischen - eingesetzt.

Foto: Anja Hantschmann

Nach neun Wochen Tragzeit kann die Katze drei bis fünf Jungtiere werfen. Dies geschieht in einem sicheren Versteck, da die Jungtiere als Nesthocker etwa neun Tage lang blind sind. In den ersten Wochen ist die Chance auch eher gering, die Jungtiere außerhalb der Wurfbox zu entdecken, aber dann lockt sie der Entdeckerdrang ins Freie.


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18.04.2020 – Tierpark und Wildgatter Chemnitz auch weiterhin geschlossen

Mit der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 17.04.2020 wurde verfügt, dass Zoos (und damit natürlich auch das Wildgatter) in Sachsen weiterhin nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden dürfen.

In eigener Sache, da uns schon viele besorgte Anfragen erreicheten: Tierpark und Wildgatter Chemnitz sind kommunale Einrichtungen, sie gehören zur Stadtverwaltung. Die Versorgung der Tiere ist gesichert. Wer die Einrichtungen unterstützen möchte, kann dies natürlich gern tun, z. B. über Spenden an den Tierpark oder den Förderverein oder durch den Abschluss einer Tier-Patenschaft (ACHTUNG: die Patenschaften laufen über den Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz e. V., den Link zu deren Homepage finden Sie auf unserer Startseite oben rechts oder Sie gehen auf www.tierparkfreunde-chemnitz.de).


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07.04.2020 – Weiterer Nachwuchs in Tierpark und Wildgatter

Im Tierpark gibt es weiteren Nachwuchs. Trampeltier-Stute Siri brachte Ende März ganz routiniert ein weibliches Fohlen zur Welt. Für Siri ist es mittlerweile das sechste Jungtier. Das Fohlen wurde von den Pflegern Namika getauft. Mutter und Jungtier sind wohlauf und genießen das Wetter gemeinsam mit Hengst Dschingis und der jungen Stute Merle auf der Außenanlage. Bei schlechtem Wetter können sie sich in den trockenen Stall zurückziehen. Für Merle ist der Anblick des kleinen Fohlens noch etwas ungewohnt, sie bleibt deshalb auf Abstand. Vater Dschingis hingegen lässt sich von seiner Tochter fast alles gefallen, weshalb Namika auch oft seine Nähe sucht.

Foto: Jan Klösters

Ebenfalls erfreuliche Neuigkeiten gibt es aus dem Wildgatter Oberrabenstein zu berichten. In der Wildschwein-Rotte ist der erste Nachwuchs für dieses Jahr da. Die vier Frischlinge wurden das erste Mal Mitte März von den Pflegern entdeckt. Geschätzt sind diese mittlerweile zwischen vier und fünf Wochen alt.

Foto: Jan Klösters

Übrigens bezeichnet man in der Waidmannssprache das Gebären der Jungen bei Wildschweinen als „Frischen“. Die Ferkel werden deshalb auch im ersten Lebensjahr Frischlinge genannt. Diese kommen in der Regel zwischen Februar und Juni zur Welt, zwei Drittel aller Geburten fallen auf die Monate März und April. Deshalb ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit einige Bachen damit beschäftigt sein werden, den sogenannten Frischkessel vorzubereiten. Dies ist ein nestartiges Lager, das die Bache aus abgebissenen Zweigen, Gras oder Schilf errichtet. Geeignete Äste finden sie im Wildgatter zur Genüge. Die Frischlinge bleiben die ersten ein bis zwei Wochen ihres Lebens in diesem schützenden Zweigbau.


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03.04.2020 – Nachwuchs auf zwei und vier Beinen

Auch wenn der Tierpark und das Wildgatter Chemnitz zur Zeit für die Öffentlichkeit geschlossen haben, geht der Betrieb natürlich weiter, denn die Tiere müssen schließlich täglich versorgt werden. Und mit Frühlingsbeginn heißt es bei vielen Tierarten, dass Nachwuchs in Aussicht ist. Dass viele Geburten in der Natur im Frühjahr bzw. im Frühsommer stattfinden, hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist zu dieser Zeit warm genug für die Jungtiere. Des Weiteren gibt es ausreichend Nahrung, was natürlich für die Jungtiere wichtig ist, gleichzeitig aber auch für die versorgenden Elterntiere. Und letztlich haben die Jungtiere vom Frühjahr bis zum ersten Winter genug Zeit, um heranzuwachsen und gut gerüstet zu sein, die karge und kalte Jahreszeit zu überstehen.

So gibt es auch wieder erfreuliche Neuigkeiten aus dem Tierpark zu berichten. Nachdem Anfang des Jahres schon die Zwergziegen für den ersten Nachwuchs im Streichelgehege des erzgebirgischen Bauernhofs gesorgt haben, haben nun ihre Mitbewohner – die Erzgebirgsziegen – nachgezogen. Am 25.03. wurde ein weibliches Lamm geboren, am 26.03. folgten drei männliche Lämmer. Diese drei Lämmer stammen auch alle von einer Mutter. Das ist schon etwas Besonderes, denn in der Regel werden ein bis zwei Jungtiere geboren.

Foto: Kevin Rüffer

Seit dem 16.03. gibt es auch wieder Nachwuchs bei den Emus. Bei den australischen Laufvögeln haben insgesamt vier Küken das Licht der Welt erblickt. Vater „Heinrich“ kümmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, die er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrütet hat. Das Brüten übernimmt - wie bei Laufvögeln typisch - allein das Männchen. Während dieser Zeit nimmt das Männchen so gut wie keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich. Heinrich und sein Nachwuchs sind momentan noch getrennt von der Emuhenne „Katharina“ und den Bennett-Kängurus untergebracht, mit denen er sich sonst die Anlage teilt. Während der Jungenaufzucht kann das Emumännchen sehr aggressiv werden, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen.

Foto: Kevin Rüffer


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13.03.2020 – Stadt Chemnitz schließt alle städtischen Veranstaltungsorte

Die Stadt Chemnitz hat entschieden, ab morgen bis einschließlich Ostermontag, 13. April 2020, die öffentlichen städtischen Einrichtungen der Stadt zu schließen, so auch Tierpark und Wildgatter. Damit entfallen auch alle geplanten Veranstaltungen.


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12.02.2020 – Öffentliche Führung zum Thema „Fasching im Tierreich“ am 20.02.2020

Am 20. Februar ist Weiberfastnacht. Gerade die letzten Tage der fünften Jahreszeit – wie die Faschingszeit scherzhafter Weise gerne auch genannt wird – werden genutzt, um nochmal ausgiebig zu feiern. Das beinhaltet in erster Linie, sich zu verkleiden, aber es wird auch viel gesungen.

Gerade diese beiden Aspekte möchte der Tierpark Chemnitz zum Anlass nehmen und mal einen Blick ins Tierreich werfen. Wie sieht es dort mit Kostümen aus? Und welches Tier hat den schönsten Gesang? Aber auch die vielfältigen Strategien sich zu tarnen, andere zu warnen oder zu täuschen sollen Thema dieser öffentlichen Führung am 20. Februar sein. Und vielleicht finden sich auch Inspirationen für künftige Kostüme.

Die Führung startet um 13:00 Uhr am Eingangsbereich des Tierparks und dauert ca. eine Stunde. Die Teilnahme ist kostenlos. Es muss lediglich der Eintrittspreis entrichtet werden. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl (max. 20 Personen) wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an tierpark@stadt-chemnitz.de gebeten.

Gut getarnt - der Moosfrosch. Foto: Kevin Rüffer


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11.02.2020 – Wildgatter weiter geschlossen

Da die Wetterlage derzeit die Aufräumarbeiten im Wildgatter erschwert bis unmöglich macht, muss das Wildgatter aus Sicherheitsgründen leider bis einschließlich Donnerstag geschlossen bleiben.


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10.02.2020 – Wildgatter geschlossen

Da SABINE im Wildgatter ein paar Bäume umsortiert hat und wir die Sturmschäden beseitigen müssen, bleibt das Wildgatter am Montag und Dienstag geschlossen. Der Tierpark hat geöffnet.


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07.02.2020 – "Vogel des Jahres" ins Wildgatter eingezogen!

Das Wildgatter Oberrabenstein hat einen neuen Bewohner. Der „Vogel des Jahres“ ist dort eingezogen. Eine männliche Turteltaube kam aus dem Zoo Dresden nach Oberrabenstein. Ein weibliches Tier soll folgen.

Foto: Jan Klösters

Als kleinste der vier in Deutschland vorkommenden Wildtauben fällt die Turteltaube durch ihren braungeschuppten Rücken und einen schwarzweiß gebänderten Fleck an der Halsseite auf. Sie ist der einzige Langstreckenzugvogel unter den einheimischen Taubenarten. Den Winter verbringt sie im tropischen Afrika.

Seit 1971 küren der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) den „Vogel des Jahres“. Ziel der Kampagne ist es, auf die Gefährdung der jeweiligen Arten und deren Lebensräume aufmerksam zu machen. In den letzten 40 Jahren sind die Bestände der Turteltaube um 90 Prozent zurückgegangen. Zum einen fehlen ihr geeignete Lebensräume, die vor allem durch die industrielle Landwirtschaft bedroht sind. Zum anderen werden Turteltauben auf ihrem Weg nach Afrika bejagt. Diese Jagd ist in einigen Ländern durchaus legal. In der EU möchte man allerdings einen Jagdstopp durchsetzen.

Durch Zuchterfolge in zoologischen Einrichtungen können bedrohte Tierarten vor dem Aussterben bewahrt werden. Der Tierpark Chemnitz, zu welchem das Wildgatter gehört, möchte sich in Zukunft an einer Erhaltungszucht für die Turteltaube beteiligen.


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07.02.2020 – Nachwuchs im Beutel

Aus dem Tierpark gibt es Neuigkeiten zu vermelden, denn bei den Bennettkängurus gibt es Nachwuchs. Beide Weibchen haben jeweils ein Jungtier im Beutel. Wie alt diese sind, kann allerdings nur geschätzt werden, da die Geburt unbemerkt vonstatten geht und sich das winzige Jungtier Monate im Beutel versteckt aufhält, ohne dass man von außen etwas sieht. Erst wenn im Beutel Bewegungen des inzwischen ordentlich gewachsenen Jungtiers wahrnehmbar sind, weiß man, dass Nachwuchs da ist.

Foto: Stefanie Große

Wie bei allen Beuteltieren kommen Bennettkänguru-Jungtiere nach einer kurzen Tragzeit von ungefähr 30 Tagen relativ unterentwickelt zur Welt. Sie sind nackt, taub und blind und können sich nur mithilfe ihrer Arme am Fell der Mutter festhalten. Trotzdem finden sie recht schnell und eigenständig den Weg in den Beutel, wo sie sich an einer Zitze festsaugen und so mit Muttermilch versorgt werden. Üblicherweise kommt nur ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten.

Erst nach einigen Monaten verlässt das Jungtier erstmals den Beutel. Nach weiteren zwei Monaten ist es endgültig zu groß geworden, um noch hineinzupassen. Die Jungtiere werden aber bis zum Alter von rund einem Jahr gesäugt. Zu diesem Zweck stecken sie von außen den Kopf in den Beutel der Mutter. Soweit ist es im Tierpark noch nicht. Man kann aber mittlerweile relativ regelmäßig die Jungtiere aus den Beuteln ihrer Mütter schauen sehen.


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28.01.2020 – Tierischer Valentinstag im Tierpark

Es müssen ja nicht immer Schokolade oder Blumen sein. Ein schönes Geschenk zum Valentinstag könnte auch ein Besuch im Tierpark Chemnitz in Verbindung mit einer speziellen Führung sein.

Der tierische Valentinstag startet am Sonntag, dem 16.02. um 14:00 Uhr. Es erwartet Sie eine spannende Führung durch den Tierpark, bei der es um das Liebesleben unserer Tiere gehen soll. Das Highlight ist eine exklusive Tierfütterung. Die Valentinstagsführung richtet sich an Erwachsene, gerne paarweise oder auch einzeln und dauert ca. 1 Stunde. Den "Beziehungsexperten" gibt Zoopädagoge Jan Klösters.

Die Kosten für eine Führung belaufen sich auf 10,-€ pro Person (inkl. Eintritt). Um Voranmeldung wird gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist (max. 20 Personen). Die Anmeldung läuft bis Donnerstag, den 13.02.2020. Anmelden kann man sich per Mail an tierpark@stadt-chemnitz.de.


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28.01.2020 – Winterferien in Tierpark und Wildgatter

Auch in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein Besuch im Tierpark Chemnitz und im Wildgatter Oberrabenstein. Zudem wird es in den Winterferien in beiden Einrichtungen wieder spannende Angebote geben.


Ab Montag veranstaltet der Tierpark Chemnitz täglich um 11 Uhr wieder spannende Kurzführungen für Groß und Klein. Den Auftakt wird es am 10.02. bei den Zebras geben, am 11.02. stehen die Leoparden auf dem Programm. Die weiteren Führungen können an der Kasse erfragt oder auf der Homepage des Tierparks (www.tierpark-chemnitz.de) nachgelesen werden.

Im Wildgatter Oberrabenstein gibt es wochentags um 11 Uhr wieder die beliebten Schaufütterungen, und zwar montags, mittwochs und freitags bei den Wölfen und Luchsen und dienstags und donnerstags bei den Mufflons und den Wildschweinen.


In der kalten Jahreszeit ist es natürlich noch etwas ruhiger um viele Insekten, doch sobald es wärmer wird, werden die ersten wieder aktiv. Leider haben es viele Insekten - besonders Bienen – heutzutage zunehmend schwerer, geeignete Nisthilfen zu finden und sind deshalb oft bedroht.

Wie man helfen kann und welche wichtigen Aufgaben Insekten haben, darum soll es im Winterferienprogramm im Tierpark Chemnitz gehen. Das Programm startet am 12.02. und 19.02. jeweils um 11 Uhr und dauert 1,5 Stunden. Neben spannenden Informationen erhält jeder Teilnehmer zudem die Möglichkeit, ein kleines Insektenhotel für Zuhause zu basteln

Um eine vorherige Anmeldung unter tierpark@stadt-chemnitz.de wird gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist (jeweils max. 10 Personen / Mindestalter 6 Jahre). Die Kosten für das Programm belaufen sich auf 1,50 € pro Teilnehmer zzgl. zum Eintritt.


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23.01.2020 – Kugeliger Nachwuchs im Tierpark

Bereits Ende 2019 wurde im Tierpark Chemnitz ein Jungtier bei den Kugelgürteltieren geboren. Für Vater „Pacho“ und Mutter „Piepe“ ist es der erste gemeinsame Nachwuchs, da Pacho erst im August 2019 in den Tierpark kam.

Am 02.12.19 fanden die zuständigen Pfleger das Jungtiere in der Schlafkiste des Weibchens. Mit nur 99 g Geburtsgewicht liegt es heute bei 721 g, was vollkommen normal ist. Es ist gesund und munter. Derzeit versteckt es sich noch oft in seiner Wurfkiste und ist eher selten zu sehen. Die besten Chancen hat man beim allwöchentlichen Wiegen donnerstags um 14:00 Uhr, auch wenn es sich dabei noch ganz schüchtern verhält. Beim Wiegen rollt es sich zum Schutz zu einer Kugel zusammen – daher auch der Name Kugelgürteltier.

Foto: Jan Klösters

Da die Pfleger den Ernährungszustand durch den Panzer optisch nur schwer beurteilen können, ist das Wiegen eine gute Alternative, um zu prüfen, ob Mutter und Jungtier wohlauf sind.

Vater "Pacho" ist derzeit getrennt von Mutter und Kind untergebracht, da die Männchen dem Nachwuchs durchaus gefährlich werden können, vor allem, wenn es sich ebenfalls um ein männliches Tier handeln sollte. Das Geschlecht ist noch nicht sicher bestimmt. Ein erster Blick der Pfleger lässt ein Weibchen vermuten. Aber das wird sich wohl erst in den nächsten Wochen bestätigen.


Foto: Jan Klösters

Weitere kleine „Kugeln“ gibt es im Tropenhaus zu finden. Die häufig als kugelförmig beschriebenen Straußwachteln haben ebenfalls Nachwuchs. Da Hahn und Henne zusammen die Jungen betreuen, sieht man sie immer in der Nähe ihrer Eltern durch die Halle laufen. Mittlerweile picken sie schon eigenständig ihr Futter auf, ganz wie die Eltern es ihnen vormachen. Straußwachteln weisen allerdings eine Besonderheit auf: anders als viele andere Hühnervögel halten die erwachsenen Straußwachteln den Jungtieren in den ersten Lebenstagen das Futter in der Schnabelspitze vor.

Wie bei Fasanenartigen üblich - zu deren Familie sie zählen - unterscheiden sich auch bei den Straußwachteln die Geschlechter deutlich in ihrer Gefiederfärbung. Die Weibchen sind nicht so auffällig gefärbt wie die Männchen. Auch die Jungtiere tragen anfangs allesamt eine eher unscheinbare Gefiederfärbung, die zur Tarnung beiträgt. Später bekommen die Männchen dann ihre auffällige rotbraune Haube.


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16.01.2020 – Neues Jahr – neue Bewohner

Das Jahr 2020 startet mit erfreulichen Neuigkeiten aus dem Tierpark Chemnitz, denn es gibt den ersten Nachwuchs zu vermelden. Im Streichelgehege des Bauernhofs haben in den letzten Tagen vier Zwergziegenlämmer (von drei Müttern) das Licht der Welt erblickt. Die Kleinen sind noch ein wenig schüchtern, erkunden bei dem Sonnenschein in den letzten Tagen neugierig ihr Gehege und ihre Mitbewohner. Zwergziegen sind Haustiere und können ganzjährig Jungtiere bekommen.

Foto: Jan Klösters

Wer es gerne etwas wärmer mag, der kann im Tropenhaus des Tierparks auf Entdeckungsreise gehen. Neben den vielen zum Teil sehr seltenen Vogelarten in der Freiflughalle gibt es im Foyer eine neue Eidechsenart zu sehen. Eine Gruppe Grüne Baumeidechsen ist in ein Terrarium eingezogen. Diese tropische Art wird selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt, erst 2015 gelang die Welterstnachzucht in einem Zoo. Das auffälligste Merkmal der schlanken Eidechsen ist ihr Schwanz, der etwa drei Viertel der Gesamtlänge des Tieres ausmachen kann. Die Grüne Baumeidechse kommt in Kenia und Tansania vor und hat nur ein kleines Verbreitungsgebiet mit starker Fragmentierung. Daher wird sie als potentiell gefährdet eingestuft.


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01.01.2020 – Neujahrsgrüße

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, liebe Freunde des Chemnitzer Tierparks,

wir möchten Ihnen auf diesem Weg die allerbesten Wünsche für das neue Jahr 2020 übermitteln. Wir wünschen Ihnen vor allem Gesundheit und hoffen, Sie und Ihre Familien und Freunde wieder in unserem Tierpark begrüßen zu dürfen.

Ihr Team des Chemnitzer Tierparks


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Heute: 18

Crafted by Reinhard Höll

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aktualisiert am: 15.10.2020